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 Arsenbelastung im Reis

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wildgoose
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BeitragVerfasst am: 13.10.2016, 08:49    Arsenbelastung im Reis Antworten mit ZitatNach oben

Hallo,

kürzlich gab es in den Medien einen Bericht über Tests von Reiswaffeln (https://utopia.de/oekotest-reiswaffeln-kinder-31846/) wo heraus kam, dass diese einen hohen Anteil an Arsen aufweisen. Wenn man das ganze weiterdenkt, kommt man zu folgenden Überlegungen:

- Reiswaffeln sind ja bekanntlich aus Reis.
- Vietnam ist ein grosser Reisproduzent und -exporteur.
- Im Mekongdelta gibt es auch das Problem, dass das Grundwasser einen hohen Anteil an Arsen enthält (neben anderen Umweltbelastungen).
- Das Arsen aus dem Wasser wandert dann in den Reis.

Ich habe mir darüber noch nie Gedanken darüber gemacht, aber wird/wurde der Reis in Vietnam jemals auf gesundheitliche Bedenken untersucht? Demnach müsste die Bevölkerung auch hochgradig gefährdet sein.

Das Arsen in den Reiswaffeln bestätigt diese Überlegungen ja (sollte das Ausgangsmaterial aus Vietnam kommen).

lg, Paul

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xenos




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BeitragVerfasst am: 13.10.2016, 15:57    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Sicher ist das interessant, aber nicht ganz neu.
Auch ist das kein reines vietnamspezifisches Problem.
Das Nachbarland Kambodscha leidet ebenfalls unter Arsen belastetem Grundwasser, welches durch Bewässerungsmaßnahmen in die Lebensmittel kommt.
So viel ich weiß, ist dies mal nicht von Menschen gemacht.

Wer empfindlich ist bzw. besonders darauf achtet was er isst, sollte auch keine Fische oder Meeresfrüchte essen, die aus SOA kommen.
Überhaupt : Essen und Trinken schadet der Gesundheit. Mr. Green


Es wäre interessant zu erfahren, ob das Arsen aus dem Trink-Wasser gefiltert werden kann.
Vielleicht liest unser Wasserspezialist ja noch mit.

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wildgoose
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BeitragVerfasst am: 14.10.2016, 06:22    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hi,

stimmt, die Thematik ist nicht neu. Ich habe schon vor längerer Zeit mich mit dem Thema befasst. Ursprünglich wegen der Arsenbelastung im Trinkwasser. Einerseits hat das Mekongdelta eine natürliche höhere Belastung von Arsen, andererseits gelangen wieder Giftstoffe von Industrie in das Wassersystem, welches sich auch über das Grundwasser verbreitet. Stichwort: Industrieabwässer in Dong Nai verteilen sich über das ganze Mekongdelta.

Die ländliche Bevölkerung trinkt ja das ungefilterte Brunnenwasser. Naja, gesund ist das nicht. Magenkrankheiten treffen bis 50% der Bevölkerung.

Das Problem ist nur bei der Bevölkerung, dass, was man nicht sieht, wird nicht als Gefahr wahrgenommen. Food safety ist ja in Vietnam nicht gerade existent (da gibts unzählige Beispiele). Da man aber in Vietnam jeden Tag Reis ist, ist die Gefahr dahingehend nicht mehr zu ignorieren.

Würde mich echt interessieren, ob unser Wassertechniker da mehr weiss. Bez. ob er vielleicht schon Reis getestet hat.

lg, Paul

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Florian




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BeitragVerfasst am: 14.10.2016, 08:43    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

In Vietnam wird Reis kaum mit Grundwasser bewässert, sondern mit Oberflächenwasser (Mekong, Song Hong, etc.), welches nicht Arsenbelastet ist. In Bangladesh ist das teils anders, da ist Arsen im Reis tatsächlich ein Problem, was dann noch zur Belastung aus dem Trinkwasser dazukommt.

Arsen kann man aus dem Trinkwasser entfernen, im Prinzip nicht allzu kompliziert. Das Problem werden weniger die städtische Wasserversorgungen sein, sondern die vielen kleinen Brunnen auf dem Land, wo eine Aufbereitung kaum realistisch ist.

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xenos




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BeitragVerfasst am: 14.10.2016, 16:06    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Die Aussage von Florian verwundert mich nicht.
Schließlich ist Vietnam einer der größten Reis-Expoteure .

Bekanntlich werden Lebensmittel , die exportiert werden meist auch geprüft.
Das der Reis bei einer Exportauswahl in von Arsen belastet bzw. unbelastet sotiert wird
kann ich mir kaum vorstellen.

Allerdings frage ich mich , wie dann das Testergebnis von Reiswaffeln zustande gekommen ist. Frage

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Florian




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BeitragVerfasst am: 14.10.2016, 17:10    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Bei dem Test gings ja nicht explizit un Reis aus Vietnam.
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wildgoose
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BeitragVerfasst am: 19.10.2016, 07:26    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hallo,

« Florian » hat folgendes geschrieben:
In Vietnam wird Reis kaum mit Grundwasser bewässert, sondern mit Oberflächenwasser (Mekong, Song Hong, etc.), welches nicht Arsenbelastet ist.


Das wusste ich nicht. Ich weiss auch nicht, bis in welche Tiefen das Grundwasser arsenhältig ist, sprich, wie weit es raufkommt. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass die Giftstoffe unten bleiben und nicht hochkommen.

Aber wenn dem so ist, ist natürlich gut. Reis wird ja täglich gegessen.

Mich würde da echt interessieren, wo der Reis für unsere Reiswaffeln herkommt. Vielleicht finde ich da Infos.

lg, Paul

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pacisso




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BeitragVerfasst am: 22.10.2016, 11:25    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Moin Paul,

ich habe Reis nicht getestet, aber ich habe gute Bekannte die eine der grössten Reisverarbeitungsfirmen in VN betreiben und fast ein fünftel des gesamten Exports händeln.

Da hab ich mir das mal mit dem Reis angeschaut, vom Bauer bis zum Container...
Sehr aufschlussreich und beeindruckend wie das alles gemacht wird.

Ich stimme Florians Ausführungen grundsätzlich zu, jedoch habe ich im Song Tra über 60µg gemessen (Trockenzeit) und dessen Staustufe Tach Nam gehört zu Vietnams grössten künstlichen Bewässerungsprojekten mit über 3000km Kanalnetz zu den Reisfarmen.


Was ich beim Reis für viel bedenklicher ansehe ist dessen Reinigung.
Nach dem Schälen und sortieren wird der mit Mekongwasser gespült und wer je diese stinkende wiederliche Brühe, belastet mit allem was der Mensch sich so als Müll und Schadstoff ausdachte, einmal in Aktion sah, isst keinen Reis mahr Sehr glücklich

Ist übrigens ein gutes Geschäft geworden, die importierenden Länder fordern nun zur Wäsche nachweislich gute Spülwasserqualitäten Winken

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Florian




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BeitragVerfasst am: 24.10.2016, 08:46    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« pacisso » hat folgendes geschrieben:
jedoch habe ich im Song Tra über 60µg gemessen (Trockenzeit) und dessen Staustufe Tach Nam


Das ist ja schon sehr hoch (Trinkwassergrenzwert ist 10 µg/l). Wo kommt das Arsen denn dort her? Und wo genau ist der Song Tra/Tach Nam?

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pacisso




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BeitragVerfasst am: 24.10.2016, 15:34    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Der Song Tra entspringt im Dreieck der Provinzen Kon Tum, Quang Ngai, Gia Lai am Rand des Nationalparks Kon Chu Rang in etwa 800m Höhe als kleiner Bach.

Gespeist von einigen Nebenflüsschen wächst er sich zu einem Fluss aus und fliesst ca 10km östlich von Quang Ngai City in Meer.

Das Thach Nham Wehr ist hier: http://tinyurl.com/zr96qen
von dort aus werden viele Farmen in Quang Ngai bewaessert.

Die Proben (0/2013 u. 11/2014) stammten vom Wehr und unserem Strand am Fluss.

TRW Grenzwert ist 5µg/l, 10µg/l ist WHO Empfehlung dachte ich.

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Florian




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BeitragVerfasst am: 24.10.2016, 16:06    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

So hohe Arsengehalte in einem Fluss, das muss wohl eine andere Ursache als das klassische Arsenproblem im Grundwasser der grossen Deltas haben. Vielleicht gibt es da im Oberlauf Einträge aus dem Bergbau?

« pacisso » hat folgendes geschrieben:
TRW Grenzwert ist 5µg/l, 10µg/l ist WHO Empfehlung dachte ich.
10, soviel ich weiss (TCVN 5502:2003).

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