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 Krankenversicherung in Vietnam (für Vietnamesen)?

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Steffen
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BeitragVerfasst am: 06.10.2017, 07:19    Krankenversicherung in Vietnam (für Vietnamesen)? Antworten mit ZitatNach oben

Hallo!

Ein Verwandter eines vietnamesischen Kumpels ist krank geworden. Nun hat er mir erzählt, dass die "Krankenversicherung in Vietnam nichts bezahlt, man muss immer selber mit Bargeld bezahlen".

Das ganze klingt mir sehr suspekt - wozu gibt es eine Krankenversicherung, wenn sie nichts bezahlt? Gibt es irgendwo Informationen, was genau die vietnamesische Krankenversicherung abdeckt und was nicht, vielleicht auch eine Stelle, wo man gegen abgelehnte Anträge Einspruch stellen kann? (ja, ich denke bei der ganzen Sache sehr nach deutschem Muster - aber ich kenne eben nur Krankenversicherungen in Deutschland).

Es geht vor allem um Krankenhaus-Kosten sowie Arzt-Behandlungen im Krankenhaus.

Danke für alle Tips!

Mit freundlichen Grüßen,
Steffen

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reinermuc
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BeitragVerfasst am: 06.10.2017, 07:31    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hi Steffen,

der Krankenhaustrick ist doch alt.

Natürlich denken hier die Versicherungen so wie bei uns auch je nachdem was versichert ist.
Ob KFZ vollkasko oder Krankenversicherung oft ist da eine Selbstbeteidigung dabei.

LG Reiner

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Steffen
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BeitragVerfasst am: 06.10.2017, 07:38    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hallo!

Das Merkwürdige an dem Ganzen ist halt, dass es nicht nur um Krankenhaus geht, wo sie nicht bezahlen. In der Vergangenheit mussten etwa Vietnamesen, die ich kenne, immer Medikamente selber Bezahlen (da dachte ich dann immer: Medikamente sind wohl nicht enthalten). Aber wenn die Versicherung keine Medikamente, keinen Krankenhausaufenthalt und keine Arztbehandlungen bezahlt, wozu gibt es sie dann überhaupt?

Und die Rede war nicht von Selbstbeteiligung. Die Rede war von "wird nicht bezahlt" (nur die Behandlung in bestimmten Krankenhäusern würde bezahlt und "da können sie Dir nicht helfen" - kommt mir alles extrem merkwürdig vor wie gesagt).

Oder ist das einfach nur wie manchmal in Deutschland, dass sie einfach erstmal was ablehnen und wenn man dann protestiert, kommt man doch noch zu seinem Geld? ^^

Gruss,
Steffen

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reinermuc
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BeitragVerfasst am: 06.10.2017, 08:32    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

hi du das ist doch ein alter abzocktrick

Wer eine Versicherung hat dem seine Rechnung wird auch bezahlt und die Medikamente auch.

Alles andere ist eine Abzockstorry und hat mit Vietnam nichts zu tun.

lg reiner

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Steffen
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BeitragVerfasst am: 06.10.2017, 08:44    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hallo!

Jetzt blick ich was Du mit "abzocktrick" meinst, nicht vom Krankenhaus, sondern von den Verwandten Winken

Nein, dieser Fall liegt hier definitiv nicht vor. Was Medikamente angeht, so hat der besagte Vietnamese auch bisher immer Medikamente in Deutschland gekauft, und nach Vietnam geschickt (also direkt die Medikamente, nicht das Geld!!!), genau aus diesem Grund.

Gruß,
Steffen

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reinermuc
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BeitragVerfasst am: 06.10.2017, 08:51    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

hi

wenn hier eine Versicherung ablehnt dann so wie bei uns schriftlich und mit Begründung.

und wer versichert ist bei dem wird anstandslos gezahlt das ist bei uns in der Familie laufend so, teil rechnet das Krankenhaus direkt mit der Versicherung ab.

Alles andere ist Unsinn.

lg reiner

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Steffen
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BeitragVerfasst am: 06.10.2017, 09:05    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hallo!

Hmmm, das ist interessant. Ich sehe auch gerade, dass Du als Wohnort Saigon angegeben hast,
ich nehme als an "das ist bei uns in der Familie laufend so" bezieht sich auf Saigon und ebenfalls auf die vietnamesische Krankenversicherung ?

Ich werde Dir mal eine private Nachricht schreiben, wäre super, wenn Du reinschauen könntest, Danke schonmal!

Gruß,
Steffen

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reinermuc
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BeitragVerfasst am: 06.10.2017, 09:15    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

ja klar gerne

ja ich lebe hier und bin auch telefonisch hier unter einer Deutschen Telefonnummer erreichbar.

lg reiner

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hanoi66
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BeitragVerfasst am: 06.10.2017, 19:47    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Nach dem neuen Gesetz soll nun die ganze Bevölkerung pflichtversichert sein, aber wie es durch gesetzt wird kann man sich denken, wir sind ja in VN. Es gibt immer noch viele Leute, die nicht versichert sind, warum auch immer, und müssen dann alles selbst zahlen, wenn mal was passiert, sowohl für Untersuchungen als auch Krankenhausaufenthalten und Medikamente. Ein Bekannter von uns hatte Denguefieber, lag in einem Privatkrankenhaus und zahlte 1,2 Millionen Dong pro Tag !!! Auch wenn er sich es leisten kann, blieb er nur eine Woche, ist ja verständlich.
Die Kranken-Pflichtversicherung deckt höchsten 85 %, hat mir eine Ärztin gesagt. Außerdem liegt es noch daran, wie hoch der monatliche Beitrag jemand zahlen kann und wie lange er schon dabei ist. Ich habe gehört, dass es irgendwie mit 30 % anfängt, dann nach 3 oder 5 Jahren bekommt man erst die volle Leistung.
Die wirkliche volle Leistung von 100 % erhalten nur die alten Genossen, also die Beamten mit 50 oder 70 Jahren „tuổi Đảng“- Jahre in der Partei. Meine Eltern z.B. können ganzen Monat im Regierungskrankenhaus liegen und zahlen keinen Dong, egal wie oft sie zur Untersuchung gebracht werden und wie viel Medikamente sie erhalten. Das einzige, was kostet, ist nur die Zeit und die Nerven von Familienangehörige, denn es muss rund um die Uhr jemand da sein, ab und zu anderes Essen mitbringen, denn die Krankenhausküche ist nicht immer genießbar.

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Steffen
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BeitragVerfasst am: 09.10.2017, 10:29    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« hanoi66 » hat folgendes geschrieben:
Nach dem neuen Gesetz soll nun die ganze Bevölkerung pflichtversichert sein, aber wie es durch gesetzt wird kann man sich denken, wir sind ja in VN. Es gibt immer noch viele Leute, die nicht versichert sind, warum auch immer, und müssen dann alles selbst zahlen, wenn mal was passiert, sowohl für Untersuchungen als auch Krankenhausaufenthalten und Medikamente. Ein Bekannter von uns hatte Denguefieber, lag in einem Privatkrankenhaus und zahlte 1,2 Millionen Dong pro Tag !!! Auch wenn er sich es leisten kann, blieb er nur eine Woche, ist ja verständlich.
Die Kranken-Pflichtversicherung deckt höchsten 85 %, hat mir eine Ärztin gesagt. Außerdem liegt es noch daran, wie hoch der monatliche Beitrag jemand zahlen kann und wie lange er schon dabei ist. Ich habe gehört, dass es irgendwie mit 30 % anfängt, dann nach 3 oder 5 Jahren bekommt man erst die volle Leistung.
Die wirkliche volle Leistung von 100 % erhalten nur die alten Genossen, also die Beamten mit 50 oder 70 Jahren „tuổi Đảng“- Jahre in der Partei. Meine Eltern z.B. können ganzen Monat im Regierungskrankenhaus liegen und zahlen keinen Dong, egal wie oft sie zur Untersuchung gebracht werden und wie viel Medikamente sie erhalten. Das einzige, was kostet, ist nur die Zeit und die Nerven von Familienangehörige, denn es muss rund um die Uhr jemand da sein, ab und zu anderes Essen mitbringen, denn die Krankenhausküche ist nicht immer genießbar.


Hallo!

Danke für die Info. Wie war das mit dem Privatkrankenhaus das Du erwähnt hast, da hat dann die Versicherung gar nix abgedeckt, also weder Zimmer noch Medizin noch Arztbehandlung?

Die Verwandte ist inzwischen aus dem Krankenhaus wieder raus (es war das "Ho Chi Minh City Medicine University Hospital"), von der Krankenversicherung wurde aber scheinbar nichts übernommen.

Gruß,
Steffen

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hanoi66
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BeitragVerfasst am: 09.10.2017, 16:41    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Unser Bekannter hat gar keine Versicherung, deshalb musste er auch alles selbst bezahlen, für die Krankenhausaufenthalte und auch für Medikamente, wie gesagt 1,2 Millionen Dong pro Tag. In einem „normalen“ Krankenhaus in der Denguefieber-Zeit in HN hätte man ein Bett mit 2 (!!!) anderen geteilt, einer liegt unter dem Bett auf dem Boden, denn alle Krankenhäuser waren überfüllt. Daher hatte er das private Krankenhaus gewählt. Zum Glück lag es nur paar Meter entfernt, sonst hätte es auch noch eine Taxifahrt mehr gekostet.
Für den Urlaub haben wir eine Auslandkrankenversicherung von AXA, die auf den Tag genau berechnet und uns zusichert, bargeldlos in den guten bzw. internationalen Krankenhäusern und Kliniken behandelt zu werden, die wir bisher zum Glück noch nicht in Anspruch nehmen müssen. Für eine Zeit länger als ein Jahr werden wir sicherlich nach einer VN Versicherung umsehen müssen, oder einmal im Jahr nach Deutschland fliegen und die Versicherung erneut abschließen (ob es sich lohnt?).

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Toni B.
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BeitragVerfasst am: 10.10.2017, 11:10    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« hanoi66 » hat folgendes geschrieben:

...Für den Urlaub haben wir eine Auslandkrankenversicherung von AXA, die auf den Tag genau berechnet und uns zusichert, bargeldlos in den guten bzw. internationalen Krankenhäusern und Kliniken behandelt zu werden,


Du sollst nicht alle glauben, was die Versicherung zugesichert hat.
In Saigon werden internationale Krankenhäuser wie z.B. Viet Duc Bargeld vorher verlangt, die Summe wird nach entsprechendem Krankheitsgrad bestimmt (ohne Operation oder teure Medikamente), erfahrungsgemäß ca. 100€/Tag. Ob Du später in DE alles zurückbekommst, bin ich aber nicht sicher.
Viele Grüße Toni B.

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der_tomtomtom




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BeitragVerfasst am: 11.10.2017, 10:49    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Naja - bei Auslandskranken- oder Expatversicherungen geht man normalerweise immer zuerst in Vorleistung. Das ist eigentlich in vielen Ländern so.

Die Frage ist aber nicht, was eine Auslandsversicherung zahlt oder nicht, sondern was die Vietversicherung übernimmt für Inländer.

Ich würde mal sagen, dass es da sehr große Unterschiede zwischen privat- und öffentlich Versicherten gibt in Vietnam. Die öffentlichen Krankenhäuser hier in Vietnam sind eine Katastrophe vom Personal und von der Ausstattung her. Und selbst da muss, soweit ich weiß, für ein Einzelbett (Ein Bett indem man alleine liegt) zugezahlt werden. Auch für Essen, sofern man öffentlich versichert ist.

Privatversicherte bekommen natürlich eine bessere Leistung und können ins private Krankenhaus, wobei es hier auch wieder extreme Unterschiede gibt, je nach Package... Alles in Allem sind aber auch die privaten, bzw. wie sie hier so hochtrabend genannt werden, internationale Krankenhäuser, im Vergleich auch Mist.

Nicht umsonst gehen viele Vietnamesen zur Behandlung nach Thailand, Malaysia oder Singapur... (sofern sie das nötige Kleingeld haben)

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