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 Nachbeurkundung der in Vietnam geschossenen Ehe

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der_tomtomtom




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BeitragVerfasst am: 07.06.2018, 04:54    Nachbeurkundung der in Vietnam geschossenen Ehe Antworten mit ZitatNach oben

Hallo liebe Leute,
hier kurz meine Erfahrungen mit der Nachbeurkundung einer in Vietnam geschlossenen Ehe.

Generell haben meine Frau und ich vor einigen Jahren in Vietnam geheiratet. Dadurch, dass meine Frau mit dem Gedanken spielt, auch in DE ein Gewerbe zu eröffnen und einen unbefristeten Aufenthaltsstatus zu bekommen (wir leben eigentlich in Vietnam) - hatten wir das vor circa 1,5 Jahren mal in Angriff genommen.

Wenn man in Vietnam wohnt, kann man den Antrag direkt beim Konsulat oder der Botschaft in Hanoi/Ho Chi Minh Stadt einreichen. Der wird dann an das zuständige Standesamt weitergeleitet. Wenn man nicht in DE gemeldet ist, dann wird es soweit ich weiß ans Standesamt 1 in Berlin Mitte gesendet, da wir aber beide in DE eine Meldeadresse haben, war das bei uns nicht der Fall.

Damals hatte man mir folgende Anleitung geschickt:
Zitat:
Bitte füllen Sie den Antrag auf Nachbeurkundung aus (http://www.ho-chi-minh-stadt.diplo.de/Vertretung/hochiminh/de/04/seite__eheregister.html) und senden diesen vorab zusammen mit Scans der folgenden Unterlagen an uns:
1. Reisepässe beider Eheleute (Fotoseite ist ausreichend)
2. Eheurkunde inkl. deutscher Übersetzung
3. Geburtsurkunden (im Falle einer vnm. Urkunde inkl. Übersetzung ins Deutsche)
4. Im Falle von Vorehen: Scheidungsurteile (mit evt. Übersetzung ins Deutsche)


Gesagt getan - hat auch alles gut funktioniert. Man teilte uns mit, dass es wohl 2-3 Monate dauere. Kein Problem - es war ja auch nicht dringend, sondern nur eine Formalie. Daher haben wir das einfach "laufen" lassen. Als nach 14 Monaten aber immer noch nichts kam, wurden wir - nun - ein wenig ungeduldig... Winken

Also mal das Standesamt angeschrieben - Antwort nach 2 Wochen war: Zuständige Kollegin sei gerade im Urlaub..
Aha - so läuft das also auf dem Amt: Person X - hat Urlaub: Sämtliche Dinge, für die sie zuständig war, bleiben liegen.
Wer weiß, vielleicht war die Person ja vorher in der Elternzeit.
Wundern würde es mich nicht, denn das betreffende Standesamt hat auf Google nämlich eine Bewertung von grandiosen 1,4 Sternen. Nach etwas Lesezeit stellte ich fest - Hey, du bist mit deinen 1,5 Jahren noch absolut an der Untergrenze. Da warten Leute über 2-3 Jahre auf einen Termin zur Trauung.

Nun hat es die Mitarbeiter dann wohl tatsächlich gewurmt, denn nach weiteren 2 Wochen, kam nun endlich die Meldung: Ist fertig - Bitte Gebühr (115 EUR) überweisen. Fairerweise fragte man noch, ob sich etwas geändert habe z.B. Kinder bekommen - (Ins Rentenalter gekommen/Schon Geschieden? Sehr böse) - und das Schönste - am Ende der Satz:

Zitat:
Ich danke Ihnen sehr für ihre bisher aufgebrachte Geduld. ( Sehr böse )

Da musste ich echt lachen. - Was soll man dazu sagen?
"Och - Nichts zu danken! Habe ich gerne gemacht?! Ach - und woher wissen Sie, dass ich Geduld habe?" - hätte ich gerne geantwortet, habs mir aber dann verkniffen, um den "komplizierten" Bearbeitungsprozess nicht noch weiter zu strapazieren.
Und ich dachte immer die vietnamesische Bürokratie ist verrückt... Bekommt man im öffentlichen Dienst eigentlich einen Lehrgang, wie man sich entschuldigt, ohne gleich ins nächste Fettnäpfchen zu treten?

Nagut - Geld überwiesen und ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, wann das Dokument ankommt - Vielleicht klappts ja noch vor der Eröffnung des neuen Flughafens...

Fürs Nächste Mal: Melde dich in dem kleinen Dorf spreche persönlich mit einer Flasche bestem Korn beim Standesbamten, lade ihn zum Essen ein, und frage höflich ob es vielleicht innerhalb eines Jahres klappen könnte.

Ich bin ja nun schon eine Weile nicht mehr in Deutschland, bzw. nicht dauerhaft. Mal ne doofe Frage: Ist das echt normal, was da bei den Standesämtern abgeht? Also hier in Vietnam ist es auch schlimm - aber über ein Jahr warten muss man nicht... Und ich bin da anscheinend nicht der Einzige.
Nun gut, ich habe da ehrlich gesagt auch nicht allzu oft nachgehakt, weil es eben auch nicht so super dringend war, aber selbst ohne Nachhaken ist das doch echt ein bisschen lang oder?

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Rene
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BeitragVerfasst am: 07.06.2018, 10:59    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Der Behördenwahnsinn ist doch hier in Berlin stadtbekannt. Egal ob Standesamt, Bürgeramt oder Zulassungsstelle, etc.. Wartezeiten bis unendlich.

Berlin wurde kaputt gespart. Ist echt traurig für die Hauptstadt.

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TimoVT
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BeitragVerfasst am: 07.06.2018, 11:29    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

@der_tomtomtom Bei mir hatte die Nachbeurkung so lange gedauert wie die auf dem Infoschreiben angegebene Mindestdauer. Ich glaube das waren 2-3 Monate, genau weiß ich es nicht mehr. Aber meine Meldeadresse in D ist auch eine Kleinstadt, von dem her...
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der_tomtomtom




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BeitragVerfasst am: 08.06.2018, 03:30    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Ja ich glaube in kleineren Städten, geht sowas immer schneller. Zum Glück ists bei mir halt nicht so dringend gewesen.
Gestern habe ich nun schon einmal den Kontrollausdruck per Mail bekommen. Anscheinend geht es jetzt echt voran. Was mirt aufgefallen ist, dass sie den Mittelnamen meiner Frau ans Ende gestellt haben - das berühmte "Thi"

Normalerweise steht das Ding ja zwischen Familiennamen und Vornamen also
z.B. Nguyen Thi Minh Anh (fiktiver Name)

Die Frage ist - wie habt ihr das gehändelt? Und wie macht man das dann z.B. im Schriftverkehr?

In Vietnam/Asien ists ja üblich formell mit dem Familiennamen anzufangen. Also:
Frau Nguyen Thi Minh Anh

In Deutschland/Europa ists ja genau umgekehrt. Und der "Mittelname" steht dann zwischen Vorname und Nachname Also:
Frau Minh Anh Thi Nguyen
Das sieht irgendwie schrecklich aus
Gesehen habe ich aber auch oft:
Frau Thi Minh Anh Nguyen
was dann eigentlich ja auch Quatsch ist, weil hier die Asiatische Reihenfolge mit der europäischen vermischt wurde.

Also um das mal darzustellen Winken
VN: Familienname Mittelname(Thi) Vorname
DE: Vorname Mittelname(Thi) Familienname
Mischung: Mittelname(Thi) Vorname Familienname

In welcher Form habt ihr das denn gemacht?
VG

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garfield2008
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BeitragVerfasst am: 08.06.2018, 05:45    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Habt ihr einen gemeinsamen Familiennamen nach deutschen Recht bestimmt? Wenn nein, dann ändert sich nichts an der Schreibweise des VN Namerns. Der Rest ist nur bedingt, das sich der Name nicht anders in der EDV eingeben lässt.
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Die Tragik des 20. Jahrhunderts liegt darin, daß es nicht möglich war, die Theorien von Karl Marx zuerst an Mäusen auszuprobieren.(Stanislaw Lem)

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der_tomtomtom




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BeitragVerfasst am: 08.06.2018, 09:11    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hi Garfield,
also auf dem Antrag hatten wir damals unter der Frage: Rechtswahl bei der Namensführung
deutsches Recht angegeben und die Namenserklärung aber frei gelassen.
VG Tom

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garfield2008
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BeitragVerfasst am: 08.06.2018, 10:57    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Da werden maximal die Kringel über den Buchstaben weggemacht. Bei der Wahl des Ehenamens wird eine Anpassung des Namens an deutsches Recht durchgeführt und dann entfällt der Mittelname, b.z.w. der Mittelname wird dem Vornamen zugeteilt.
Die Bestimmung eines gemeinsamen Ehenamens macht aber erst Sinn wenn man auch in D lebt, VN interessiert sich eh nicht dafür.

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TimoVT
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BeitragVerfasst am: 08.06.2018, 14:46    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Wir wollten eigentlich auch einen gemeinsamen Ehenamen nach deutschen Recht haben, aber im Generalkonsulat wurde uns das abgeraten. Wie Garfield schon sagt bringt das nur unnötige Komplikationen mit sich wenn man nicht in Deutschland lebt (z.B. unterschiedliche Namen im Reisepass und Visum).
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der_tomtomtom




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BeitragVerfasst am: 08.06.2018, 15:23    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Danke euch - ja genau das hatte man uns damals auch geraten.
Meine Frau meinte, dass das Thi mit zum Vornamen gehört - So etwas wie einen Mittelnamen gibt es anscheinend gar nicht in Vietnam.

Ich habe der Bearbeiterin nun deshalb geschrieben, das sie am besten das "Thi" vor die anderen zwei Wörter im Vornamen setzt, so wie es in ihrem vietnamesischen Pass steht.

Also, um bei meinem fiktiven Namen zu bleiben: Thi Minh Anh Nguyen - damit ist das dann auch wieder plausibel (Halt nur Vorname + Nachname)

@garfield
Witzigerweise haben sie die Kringel bei dem Namen gelassen.

Schönes Wochenende!

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Micha L






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BeitragVerfasst am: 08.06.2018, 15:40    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Über Urkunden möchte ich mich nicht auslassen.

Aber Thi ist ein "weiblicher Zusatzname".

Wer die Frau beim Vornamen nennt, der läßt Thi weg.

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der_tomtomtom




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BeitragVerfasst am: 08.06.2018, 16:18    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Das ist uns allen die hier schreiben mit Sicherheit klar. Dummerweise steht der Zusatz nunmal im Pass. Und bei meiner Frau zumindest unter dem Vornamen.
Wenn nun das auf der Urkunde auf einmal hinter dem Vornamen und vor dem Familiennamen steht, könnte es u.U. mal ein Problem damit geben. Auch wenn es unwahrscheinlich ist, aber ich will da potentielle Ungereimtheiten gleich ausschliessen, bevor dann wieder extra einen 2-jahres Antrag auf Änderung stellen muss...

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Courti
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BeitragVerfasst am: 08.06.2018, 17:02    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

der_tomtomtom, wir haben da zu anfangs überhaupt nicht drauf geachtet und den Namen meiner Frau mal so, mal so angegeben. Oft lassen wir den Mittelteil auch einfach weg. Mittlerweile achten wir zumindest darauf, dass wir es für die jeweiligen Schriftpartner einzeln konsequent verwenden. Bislang ging alles gut.

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der_tomtomtom




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BeitragVerfasst am: 09.06.2018, 02:58    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hallo Courti, ja das denke ich auch. Wie man es dann im normalem Schriftverkehr nutzt ist ja dann jedem selbst überlassen. Das Ding ist ja nur eine Formalie auf der Urkunde - Dass es mit der Reihenfolge der Namen im Pass am Ende übereinstimmt, wäre uns aber lieber. Auch wenn es wahrscheinlich in den meisten Fällen irrelevant ist.
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Micha L






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Beiträge: 2556
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BeitragVerfasst am: 09.06.2018, 10:14    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Unklar, ob die nach Gutdünken handeln. Aber bei meiner Frau ist nicht mehr der "Mädchenname" von Belang, sondern ihr jetziger nach deutscher Art: Vorname, Familienname.
Diese Änderung ist im Paß verzeichnet.
Wahrscheinlich, weil wir in D geheiratet haben.

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