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 Reisebericht - Von Hanoi nach Saigon / Phu Quoc

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Nacholina
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Anmeldungsdatum: 18.08.2014
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BeitragVerfasst am: 25.08.2014, 08:43    Reisebericht - Von Hanoi nach Saigon / Phu Quoc Antworten mit ZitatNach oben

Auch ich möchte unsere Reiseerfahrungen mit euch teilen und hoffe, dass ich dem ein oder anderen damit helfen kann...

Wir sind als Pärchen 3 Wochen, mit dem Rucksack, durch Vietnam gereist und waren im Juli/ August 2014 unterwegs - also alles noch ganz frisch. Lachen

1. Hanoi

Chaos mit Charme in der Hauptstadt…

Wir sind früh morgens in Hanoi gelandet und wurden vom Hotel, welches wir für eine Nacht im Voraus gebucht hatten, abgeholt. Wir wollten den ersten Tag möglichst stressfrei angehen, da wir vor hatten am nächsten Tag in die Halong Bay zu fahren.

Hanoi ist eine chaotische Stadt, mit einem Charme, den Saigon einfach nicht hat. Wahrscheinlich gibt es hier die meisten Straßenküchen des Landes – das war zumindest unser Eindruck. Vorsichtig lernten wir hier das Straße überqueren – und mit dem Tipp langsam, vorsichtig über die Straße zu gehen, haben alle Reiseführer und Blogger Recht. Das einzige was beachtet werden muss, ist: NIEMALS ANHALTEN oder plötzlich schneller gehen.

In Hanoi haben wir nicht viel gesehen, außer dem Hoan-Kiem-See und die zahlreichen Straßen mit ihren Essensständen. Am Hoan-Kiem See gibt es zahlreiche Cafés mit Blick auf den See, in denen man den süchtig machenden Kaffee trinken kann, während sich die fiesen Kalorien der gezuckerten Kondensmilch auf der Hüfte breit machen können. Trotzdem haben wir diesen tollen Kaffee jeden Tag getrunken – auf verschiedenste Art und Weise.

Das Ho-Chi Minh Mausoleum macht relativ früh zu und wir waren auch etwas müde, um uns das Wasserpuppentheater oder sonstige Sehenswürdigkeiten in Hanoi anzuschauen. Also genossen wir unsere erste Pho auf kleinen Plastikstühlen in Mitte des Getümmels.

Wie bereits erwähnt, hatten wir eine Nacht vorab gebucht und haben im Rendezvous Hotel in der Altstadt übernachtet. Wir möchten keinesfalls Werbung für Hotels oder sonstige Dinge machen, aber die Hotels, in denen es uns besonders gefallen hat, wollen wir euch nicht vorenthalten. Die Menschen in diesem süßen Hotel waren außerordentlich nett und hilfsbereit und die Tour in die Halong Bay war wirklich ein Traum! Da haben wir alles richtig gemacht und würden jederzeit wieder in dieses Hotel gehen!


2. Halong Bay

Angekommen im Paradies…

Unter Zeitdruck, den wir uns selbst verursa cht haben, sind wir direkt am zweiten Tag in die Halong Bay gefahren. UNSER TIPP – Mehr Zeit in Hanoi lassen.

Mit dem Mini-Van ging es 3,5 Stunden in Richtung Halong, wo wir zu unserem Boot „Glory Cruiser“ gebracht wurden. Wir haben zwei Tage auf dem Boot verbracht und etwa 90 € pro Person dafür gezahlt. Ganz sicher bekommt man günstigere Varianten und auch unser Hotel hat uns eine günstigere Variante angeboten, aber da ein Boot kein Hotel ist, aus dem man einfach flüchten kann, um woanders zu essen, sondern ein Boot an dem man die Tage gebunden ist, wollten wir es nicht riskieren enttäuscht zu werden – Und das wurden wir auch nicht. Das Boot war sauber, hatte eine gute Größe (wir waren etwas weniger als 30 Mann an Bord) und wir bekamen immer wirklich tolles Essen.

Wie auf anderen Booten auch, musste man seine Getränke zum Essen immer selbst zahlen, aber die Preise waren nicht sonderlich hoch dafür. Alles andere war inklusiv – sprich alle Ausflüge, der Transfer, Begrüßungsdrink und Essen – und es gab reichlich zu essen. Zum Frühstück gab es allerdings dann auch Kaffee, Tee und Saft, was im Preis inbegriffen war.

Gleich am ersten Tag haben wir eine Höhle besichtigt und die schöne Aussicht von dem Höhlenausgang genossen. Danach haben wir an einer Bucht gehalten, wo wir entweder einen „Berg“ erklimmen konnten – es waren unzählige Stufen und oben angekommen hatte man wohl eine tolle Aussicht über die Halong Bay – oder das gute Wetter am Strand genießen konnten – wir entschieden uns für Variante 2, weil wir die Aussicht aus der Höhle bereits gesehen haben und es bei den stickigen Temperaturen einfach angenehmer war.

Zurück auf dem Boot haben wir ein sehr leckeres Abendessen bekommen und durften allerlei Gambas, Muscheln, Gemüse, Fleisch, Reis und Salat kosten. Vorher gab es an Deck auch noch Weißwein und Frühlingsrollen als Vorspeise – mehr als wir erwartet hätten.

Am 2. Tag ging es dann mit dem Kajak durch eines der letzten Fischerdörfer. Es war ganz lustig Kajak zu fahren und hat auch Spaß gemacht – aber sonderlich aufregend war das ganze dann doch nicht. An diesem Tag erhielten wir unser Mittagessen á la Carte – was wir uns am Vorabend aussuchen durften – und auch hier wurden wir nicht enttäuscht.

Nach dem Mittagessen wurden wir wieder nach Hanoi gefahren, wo wir uns mit einem Spaziergang durch die Altstadt und ein wenig Streetfood die Zeit bis zu unserer Nachtfahrt mit dem Zug vertrieben. Es ging von 23 Uhr im Softsleeper Waggon von Hanoi aus los und die Fahrt dauerte 9 Stunden. Das Ticket haben wir uns schon am ersten Tag über das Hotel besorgt. Die Fahrt mit dem Nachtzug war angenehm, wenn auch sehr wackelig und laut.

Bei der Wahl des Bootes sollte man wirklich darauf achten, etwas vernünftige und sicheres zu bekommen – es lohnt sich!


3. Dong Hoi

Wunderschöne Höhlen mit nicht aufregendem Zwischenstopp…

In Dong Hoi angekommen kämpften die Taxifahrer direkt am Ausgang des Bahnhofs um Kunden. Wir haben die Fahrer abgewimmelt und uns erst einmal vor den Bahnhof gesetzt, um uns in Ruhe eines der seriösen Taxiunternehmen zu suchen (Mailinh oder Vinasun); diese beiden fahren immer mit eingeschalteten Taxameter. Das war die erste und einzige Übernachtung die wir spontan vor Ort arrangiert hatten – einzige, weil wir nur ein Zimmer ohne Fenster nach draußen bekamen, sondern mit Fenster in den Flur – weil alles andere bereits ausgebucht war. Also haben wir von da an immer etwa 2 Tage vorher bei booking.com gebucht. Das Hotel war dementsprechend nicht ganz so toll wie erwartet – aber wir wollten Dong Hoi auch nur als Zwischenstopp wählen, um zu den berühmten Höhlen in Son Trach zu kommen. Wer ein paar Mark mehr in der Tasche hat, sollte definitiv das Farmstay direkt in Son Trach buchen! Davon haben wir nur gutes gehört und die Landschaft soll dort auch toll sein.

Nachdem wir die Gegend erkundet hatten, haben wir festgestellt, dass man in Dong Hoi relativ wenig bis gar nichts unternehmen kann. Also entschlossen wir uns einen Strandtag einzulegen. Wenn am Strand nichts los ist, ist das wirklich ein toller Moment. Wir genossen die Sonne und die Ruhe und teilten uns den Strand mit einem kanadischen Pärchen – wer anders war nicht da. Abgesehen vom starken Sonnenbrand, trotz Creme und Schirm, war das ein wirklich schöner und ruhiger Tag. Wir waren nur am Nhat Le Beach, weil dieser schöner sein soll, als der kleine Strand direkt im Ort.

Am nächsten Tag ging es dann endlich nach Son Trach in den Phong Nha Ke Bang Nationalpark. Dort besuchten wir zuerst die Paradise-Cave, welche eine 31 km lange Trockenhöhle ist. Bisher ist nur der erste Kilometer zugänglich – aber dieser fasziniert auf jeden Fall allemal. Danach ging es in die Phong-Nha-Cave mit dem Boot von Son Trach aus. Der Moment, wenn man mit dem Boot in die Höhle reinfährt ist einfach mystisch und wunderschön! Nach den ganzen Eindrücken der wunderbaren Höhlen bekamen wir allerlei vietnamesisches Essen und komischerweise Pommes aufgetischt – das war für so eine Touristentour schon lecker und auf jeden Fall ok. Die vietnamesischen Touristen mit denen wir an einem Tisch saßen, haben uns wie Familienmitglieder behandelt und immer schön aufgepasst, dass unsere Schälchen gefüllt sind.

Zurück in Dong Hoi haben wir dann den Nachtbus nach Danang genommen, um nach Hoi An zu kommen. Die Nachtbusse sind auch in Ordnung, wenn man eine kleine Körpergröße hat. Bis 1,65 m kann man ausgestreckt in der Liege schlafen – ansonsten heißt es Beine anwinkeln. Was allerdings viel schlimmer ist, ist die sehr laute Musik und die grellen, neonfarbenen Lichter im Bus und der Fernseher, der vietnamesische Talkshows zeigt! Also da kann man wirklich nicht besonders gut schlafen. Der Zug ist wirklich eine viel angenehmere Alternative!


4. Hoi An

Das Gesamtpaket

Willkommen in unserer Lieblingsstadt! Nicht nur die nettesten Hotelangestellten, auch die schönste Altstadt und das tollste Essen haben wir hier genossen! Auch hier wollen wir keinesfalls werben, aber dieses Hotel hat es wirklich verdient erwähnt zu werden! Wir haben 3 Nächte im Hoang Trinh Hotel verbracht und waren begeistert. Das Personal war sehr aufmerksam, so persönlich und einfach nur nett. Ständig wurde uns einfach Tee serviert oder Gebäck oder Säfte – das war wirklich super!

Das Frühstück wird auf einer Terrasse im 2. Stock serviert und auch dieses ist auf jeden Fall super! So wie in den meisten Hotels kann man zwischen allerlei Pancakes, Eiern und Toast/Baguette wählen und erhält frisches Obst zu dem Essen.

Unser Tipp: Nicht im Erdgeschoss übernachten! Die Zimmer haben keine Fenster und sind nicht so süß wie die Zimmer in den oberen Stockwerken.

Hoi An ist wirklich eine traumhaft schöne Stadt und hat viel zu bieten. Wir haben die Altstadt erkundet – und hier auch die schönsten Souvenirs der Reise gekauft, den Strand besucht, der wirklich schön und sauber ist, uns ein Kleid und Anzug schneidern lassen und super viel Essen probiert, was auf dem Markt einfach lecker und günstig ist. Generell haben wir versucht Restaurants zu meiden, wenn es ging.

Die Altstadt sollte man sich auch unbedingt im Dunkeln anschauen – hier ist dann besonders viel los und die ganzen Lampions lassen die Stadt bunt leuchten; besonders hübsch sehen die Gebäude dann neben dem Fluss aus. Hier haben wir auch eine Speise gegessen, die uns immer noch in Erinnerung geblieben ist – BBQ vom Hähnchen, was in Reispapier mit Salat und Kräutern gewickelt wird. Einfach nur lecker, auch wenn uns die nette Dame erst einmal zeigen musste, wie man das Gericht isst…

Am 3. Tag haben wir uns im Hotel eine Tour nach My Son gebucht – eine der wenigen noch erhaltenen Tempelanlagen der Cham. Wir wurden um 5 Uhr morgens abgeholt und sind nach weniger als einer Stunde in der Anlage angetroffen. Die frühe Uhrzeit ist unbedingt notwendig, da die Anlage dann noch leer ist. Wir waren die ersten Besucher und konnten so wunderschöne Bilder bei schönem Lichteinfall – und vor allem ohne andere Menschen machen! Unsere Reisegruppe war relativ klein, was der Vorteil war. Wir haben uns ein wenig wie bei Dschungelbuch gefühlt – leider nur ohne Affen. Der Besuch ist es auf jeden Fall wert, nicht nur wegen der Geschichte, sondern auch der Schönheit der Tempel und des Dschungels drum herum. Allerdings ist das wirklich nur ein halbtägiger Ausflug, da die Anlage ziemlich klein ist und man relativ schnell alles gesehen hat.

Da wir kein Ticket mehr für einen Nachtzug bekamen, haben wir dann den Zug um 13 Uhr genommen und sind dann etwa 8,5 Stunden nach Nha Trang gefahren.


5. Nha Trang

Nha Trang – oder eher das Malle der Russen?

Wir hatten keine hohen Erwartungen an Nha Trang gehabt, da der Lonely Planet und weitere Backpacker uns schon vorgewarnt hatten. Es war unheimlich touristisch hier, wahrscheinlich wie kein anderer Ort in Vietnam! Dennoch entschieden wir uns für Nha Trang, da wir ein wenig schnorcheln wollten und der August der perfekte Monat dafür war!

In Nha Trang fanden wir nur mittelmäßig gutes Essen, fast zu deutschen Preisen und vieeeeeeeeeeele osteuropäische Touristen die einfach kein Wort Englisch verstanden – ich darf mich aufregen, da ich selbst russische Wurzeln habe. Also haben wir uns oftmals auf Frühlingsrollen konzentriert…

Jede Speisekarte war auf Russisch, jedes zweite Lokal hieß Moskau oder CCCP (steht für UdSSR) und von allen Seiten hörte man nur Russisch.

Der Strand ist dafür aber ganz schön, auch wenn dieser für vietnamesische Verhältnisse relativ voll war.

Auch das Schnorcheln lohnt sich hier schon, denn die Korallenriffe mit den vielen Bewohnern waren wirklich schön zu bestaunen! Das Essen auf dem Boot war ebenfalls super und für diese Verhältnisse (ein kleines Boot mit Bänken, die dann zu Tischen umgeklappt wurden) wirklich vielfältig und lecker!

Was uns aber wirklich sehr gestört hat, war der so rücksichtslose Umgang mit der Natur. Das einzige worauf uns der Guide aufmerksam machte war, dass wir nicht zu nah an die Korallen und Felsen schwimmen sollten, um uns nicht zu verletzen! Viel wichtiger ist doch zu erwähnen, dass man die Korallen nicht verletzen sollte! Eigentlich ist es ja schon traurig, dass man sowas etwas sagen muss – aber zwei der russischen Schnorchelgäste hätten diese Information wirklich benötigt – aber sie hätten sowieso nichts auf Englisch verstanden. Sie haben Teile von Korallen abgebrochen, um sie als Souvenir mit nach Hause zu nehmen. Das ist wirklich traurig!

Wir wollen uns nicht vorstellen, wie die Riffe in den nächsten Jahren aussehen, wenn die Badegäste sich immer ein Teil der Korallen mitnehmen wollen – hier muss wirklich jemand etwas unternehmen!

Was auch noch hübsch anzuschauen ist, ist der große weiße Buddah auf einem kleinen Berg. Von da aus hat man einen sehr schönen Ausblick über die Stadt und der Gang durch den Tempel ist einfach nur schön – im Gegensatz zum Rest der Stadt. Hier hat uns sogar ein Mönch angesprochen, mit dem wir uns dann ein wenig unterhalten hatten.

In Nha Trang hat es an einem Abend so stark geregnet, dass die Straßen komplett überflutet waren. Wir standen kniehoch im Wasser und haben uns gefragt, wie das ganze Wasser jemals abfließen soll – aber Überraschung – nach 2 Stunden war alles so, als wäre nichts gewesen.

Da wir bereits eine Bus- und zwei Zugfahrten hinter uns hatten, wollten wir mal die Inlandsflüge testen – also buchten wir schon in Hoi An einen Flug mit Vietnam Airlines von Nha Trang nach Saigon – bei weniger als 50 € kann man schon nicht klagen.


6. Saigon | Ho-Chi-Minh

Das moderne Vietnam

Wir haben uns die meiste Zeit in Saigon aufgehalten! Das war allerdings gar nicht unbedingt notwendig und könnten wir es ändern, würden wir dafür lieber ein bis zwei Tage mehr in Hanoi verbringen – aber aus Fehlern lernt man ja für gewöhnlich…

Manchmal haben wir uns bei der Hotel/Hostelwahl vom Lonely Planet leiten lassen und bei diesem Hotel (oder auch schon dem in Dong Hoi) fragen wir uns wirklich was Lonely Planet da gesehen hat und was wir gesehen haben!? Da wir vorab 5 Nächte gebucht hatten, mussten wir etwas flunkern, um nur eine Nacht bleiben zu müssen. Das Hotel hatte keinen Fahrstuhl, wie so viele in Saigon – aber unser Zimmer befand sich im 6. Stock und man durfte in dem Hotel keine Schuhe tragen; oben angekommen waren die Füße dann aber schwarz. Das Bad hat nach dem Duschen stark nach Schimmel gerochen und im Zimmer waren es trotz Klimaanlage gefühlte 30 °C. So wollten wir unsere 5 Nächte nicht in Saigon verbringen und haben uns für 4 Nächte ein anderes Hotel gesucht und gefunden.

Von Saigon aus haben wir zunächst die Cu Chi Tunnel besucht und sind sogar einige Meter durch einen der Tunnel „gegangen“, welcher allerdings für die Touristen vergrößert worden ist. Durch die ursprünglichen Tunnel würden wir wahrscheinlich gar nicht durchpassen. Der Besuch lohnt sich wirklich, um die vietnamesische Geschichte zu verstehen.

Am Tag darauf sind wir passenderweise in das Kriegsrestemuseum gegangen und haben uns die traurigen Bilder und Plakate angeschaut und noch mehr zu der Geschichte des Vietnamkriegs – oder wie man in Vietnam sagt zum Amerikakrieg gelernt.

Der Wiedervereinigungspalast wirkt gespenstisch, weil er so groß und dennoch leer wirkt und ein wenig Eleganz versprüht – und vor allem zum Glück nicht so furchtbar traurig ist, wie das Museum.

Danach haben wir uns Saigon noch einmal vom Skydeck des Bitexco Gebäude angeschaut – auch wenn jeder Turm in anderen Ländern höher und beeindruckender ist, ist der Blick über die Stadt schon sehenswert. Man sieht genau die kleinen, quadratischen, bunten Häuser und die Weite der großen Stadt.

Zufälligerweise sind wir dann auf die Notre-Dame Kathedrale gestoßen und haben das wunderschöne Postamt-Gebäude gefunden, da wir noch unbedingt Briefmarken brauchten. Das Postamt sollte man unbedingt von innen sehen – das ist wirklich sehr hübsch.

Im darauffolgenden Tag haben wir dann einen Tagesausflug ins Mekong-Delta unternommen und sind irgendwie bei einer Verkaufsveranstaltung gelandet. Die Beschreibung klang toll – Orchideengärten auf der Orchideeninsel bestaunen und eine Bienenfarm besuchen, den Mitarbeitern einer Kokosnussbonbonfabrik über die Schulter schauen, den traditionellen Gesängen der Menschen dort lauschen und eine Fahrt in einem der kleinen Boote durch einen kleinen Kanal machen.

Es war aber so: Honigprodukte auf der Orchideeninsel kaufen können, Kokosnussbonbons und weitere Souvenirs kaufen können, den Gesängen kurz lauschen und dann Trinkgeld in die Körbe werfen, die zu den Tischen gebracht werden und zu allerletzt mit einem der kleinen Boote fahren und den Beschwerden der Frau am Ruder zuhören „I’m so tired.“ / „So many kilometers.“ – und zum Schluss verlangte auch sie Trinkgeld für die kurze Fahrt.

Das einzig tolle an der Fahrt war das Essen, denn dieses war wirklich sehr lecker und sehr besonders; es gab unter anderem Elefantenohrfisch – eine Spezialität des Mekong-Delta. Auch schön, war ein Tempel mit großen, weißen Buddah-Statuen, den wir vorab besucht haben.

Also unser Tipp: UNBEDINGT vorher erfragen was genau auf dieser Tour gemacht wird und wenn etwas von den Orchideeninseln und Unicornisland und so weiter erwähnt wird – Abstand nehmen! Das wird sicherlich ebenso eine Kaffeefahrt sein, wie wir es erlebt haben!

Auch die Gäste die den 2-Tagestrip gebucht hatten, musste das Prozedere über sich ergehen lassen!

Am letzten Tag in Saigon haben wir die Märkte besucht: Ben Thanh Markt und Binh Tay Markt – wobei der letztere unserer Meinung nach nicht sehenswert ist, obwohl er so beschrieben wird, als wäre er ein absolutes Muss. Dieser befindet sich in Chinatown von Saigon und verkauft eher Ware an Großhändler, als an Touristen. Die Verkäufer haben uns auch gar nicht beachtet...

Der Ben Thanh Markt mitten in der Stadt Saigons hat allerdings viel zu bieten – hier kann man wirklich alles kaufen.

Da wir in Hanoi keine Zeit „hatten“ – haben wir uns hier das Wasserpuppentheater angesehen und auch wenn man kein Wort versteht, ist es dennoch interessant anzusehen. Und besonders viel gegessen haben wir hier auch. Smilie


7. Phu Quoc


Erholung pur…

Die letzten Tage in Vietnam wollten wir uns einfach nur entspannen und faulenzen, da die Reise doch etwas anstrengend war. Somit haben wir auch etwas mehr in unseren Bungalow investiert und haben ein Superior Seaview Bungalow im Mai House gebucht. Wir hatten außerordentliches Glück, denn wir haben den Bungalow Nr. 18 – der allererste Bungalow vom Strand aus bekommen! Diese Aussicht von unserer eigenen Terrasse war einfach herrlich und wir mussten nur wenige Schritte gehen und waren direkt am Strand! Da Nebensaison war, war dieser auch immer nur wenig gefüllt, sodass wir wirklich das Gefühl hatten „alleine“ zu sein – das war wirklich ein krönender Abschluss. Außerdem galten dadurch auch die günstigeren Preise und wir hatten einfach nur Glück mit dem Wetter, denn trotz Regenzeit hat es nicht einmal geregnet.

Von dem Ausblick und den wunderschönen Bungalows haben wir ja bereits geschwärmt, der Service ist dazu auch noch außerordentlich gut. Die Bungalows werden täglich gereinigt und abends kommen auch noch einmal zwei Damen vorbei, die das Moskitonetz über das Bett spannen. Manchmal helfen sie einem auch dabei die Frösche/Kröten aus dem Badezimmer zu befreien – wir hatten täglich einen Frosch im Badezimmer sitzen, der uns morgens gegen 5 Uhr mit seinem lauten quaken geweckt hat. Auf Phu Quoc sollte man sich wirklich mehrmals täglich und vor allem mehrmals am Abend mit Anti-Mückenspray besprühen – wir waren trotz Spray und Netz total zerstochen! Wir wollen nicht wissen, wie wir ohne ausgesehen hätten.

Aber außer Mücken und Fröschen ist hier wohl nicht viel zu befürchten, wobei wir uns vorstellen können, dass günstigere Bleiben auch mehr Krabbeltiere beherbergen – ansonsten sieht man nur die friedlichen Phu Quoc Hunde, die am Strand entlang laufen.

Das Essen im Mai House hat uns beiden gar nicht gefallen – die Portionen waren klein und das vietnamesische, sowie das westliche Essen hat einfach nicht so geschmeckt wie es sollte. Im Nachhinein haben wir erfahren, dass es einen tollen Nachtmarkt im Hauptort der Insel gibt, auf dem es viele Streetfood Stände gibt – Schade, denn genau das haben wir gesucht!

Das schönste an der Insel sind die Sonnenuntergänge – es ist wirklich ein Traum und das ist auch der einzige Moment des Tages, wo wirklich alle Touristen am Strand sind um unzählige Bilder des Farbspiels zu schießen.



UNSER FAZIT ZU VIETNAM!

Wir sind immer noch begeistert von der Freundlichkeit der Menschen, vor allem an Orten, wo es einfach noch nicht touristisch ist – in Dong Hoi wollte niemand Trinkgeld annehmen und die Preise waren überall einfach nur günstig. Besonders schön fanden wir den Moment, als wir vor unserem Hotel in Saigon saßen und der Friseur von nebenan kleine Snacks für die Mitarbeiter gekauft hatte – und als er uns sah, hat er uns ebenfalls etwas vorbeigebracht. Die Menschen waren immer hilfsbereit, egal wo wir waren und haben uns mit Händen und Füßen geholfen, wenn sie kein Englisch sprachen.

Die Reisezeit war auch super, da wie gesagt Nebensaison war und die meisten Städte und Sehenswürdigkeiten einfach nicht überfüllt waren – und trotz Regenzeit hatten wir immer gutes Wetter.

Vietnam ist sehr vielseitig und wenn man genügend Zeit hat – am besten 4 Wochen – kann man das Land in seiner ganzen Länge bereisen und die besondere Vielfalt sehen.

Worauf man sich allerdings gar nicht verlassen kann ist der Lonely Planet – wir wissen nicht, wie es mit anderen Reiseführern aussieht, aber wir haben den Lonely Planet wegen guten Erfahrungen aus China gewählt und waren teilweise wirklich enttäuscht. Manchmal haben wir uns einen Restauranttipp herausgesucht und wurden dabei zu 80% enttäuscht. Tripadvisor ist da wirklich eine größere Hilfe, wenn man gerade keine Idee hat oder etwas Besonderes essen möchte, bzw. sicher gehen möchte, dass das Hotel was man angedacht hat auch sauber und ordentlich ist. Da haben wir auch fleißig alle Hotels in den wir waren und die Restaurants die uns besonders gut gefallen haben – oder eben besonders schlecht, auch bewertet. Theoretisch würde man auch ohne jegliche Reiseführer etc. zurecht kommen, da dieses Land wirklich einfach zu bereisen ist.

Ansonsten können wir nur sagen, lieber Streetfood essen als im überteuerten Restaurant speisen, was wenig Vietnamesisch ist! Bei Fragen und Anregungen sind wir jederzeit offen und helfen gerne weiter!

_________________
Unser Vietnam-Reisebericht mit Fotos: http://reisegluecksmomente.wordpress.com/

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kirsche
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BeitragVerfasst am: 25.08.2014, 13:29    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hallo Nacholina

Danke fuer den schoenen Reisebericht
und der Muehe es hier im Forum einzustellen.

Gruss Kirsche

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pacisso




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BeitragVerfasst am: 25.08.2014, 15:03    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Schoener Bericht!
Ich sehe manche Dinge mit anderen Augen, doch und das ist gut so, hat eben jeder andere Schwerpunkte in seinen Interessen.

Ich finde Bloeder Planet, Tripper Dingsda und Co so ueberfluessig wie Kriege, das braucht keiner...

Ich Danke Dir und wuensche Euch weitere schoene Reisen!

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robinson
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BeitragVerfasst am: 26.08.2014, 04:40    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Stimmt, für Hanoi muss man mehr Zeit einplanen.
Schade dass ihr das Delta nicht in guter Erinnerung behaltet. Wir hatten einen 2-Tage- Ausflug mir der Mekong eye und der war einfach Klasse.
Ansonsten war es toll mit euch mitzureisen.

_________________
Roland

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der_tomtomtom




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BeitragVerfasst am: 26.08.2014, 04:57    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Danke dir für den schönen Bericht...
Was mir bei den meisten Reiseberichten auffällt ist, dass ihr alle das zentrale Hochland mehr oder weniger ausslasst. Meiner Meinung nach ist das einer der schönsten Ecken in Vietnam. Ich weiss die Reiseführer geben da nicht viel her - aber schauts euch mal an. Ein guter Startpunkt ist Buon Ma Thuot (mittlerweile meine Lieblingsstadt in VN) oder DaLat. Für den Anfang gibts da unzählige Stauseen und den Yokdon Nationalpark... Das Klima ist sehr angenehm - tagsüber warm wie am Strand aber weniger schwuel und nachts angenehm frisch.
Macht auf jeden Fall so eine Tour mit dem Moped oder wenn ihr euch traut fährt selbst ( ist aber technisch gesehen nicht legal )

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deloubresse
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BeitragVerfasst am: 26.08.2014, 10:51    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hallo tomtomtom,
ist Hotel Saigon Ban Me Thuot bzw. Villa Bao Dai an See Lak zu empfehlen ?

über " Pays du Montagnard Indochine Sud " wurde nie in Viet Nam geredet , sehr schade .


VG

Pierre

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der_tomtomtom




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BeitragVerfasst am: 26.08.2014, 14:06    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hi Pierre,
Also in Sachen Unterkunft kann ich dir wahrscheinlich nicht helfen - ich Nehm meistens eher sehr guenstige Absteigen - mehr als ein Bett und ne Dusche brauch ich nicht.
In BMT gibt es bei dem Kreisverkehr mit dem Denkmal ein sehr großes Hotel ansonsten noch in der Hie na Trung Str. Um die Ecke ca. Nach 200m beide sahen sehr edel fuer mich aus.
Also den Lak See fand ich ziemlich langweilig. Uebernachten wuerde ich da nicht. Da waren nur ein paar sehr sehr traurige Elefanten und ansonsten gab's da nix. Besser zu den 2 Stauseen dahinter - glaube Ho Buon Trio oder so. Die sind echt toll.
Die Angler haben mich zu ner Bootsfahrt und Zum Angeln eingeladen. DAS Wasser war da auch sauberer als am Lak see.
Ich werd demnächst mal mehr zum Hochland schreiben.

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Nacholina
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BeitragVerfasst am: 01.09.2014, 10:21    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Vielen Dank für die netten Kommentare dazu!

Zitat:
Ein guter Startpunkt ist Buon Ma Thuot (mittlerweile meine Lieblingsstadt in VN) oder DaLat. Für den Anfang gibts da unzählige Stauseen und den Yokdon Nationalpark...


Danke für den Tipp - ich habe es eben gegoogelt und es ist ein Traum. Beim nächsten Mal würde ich das definitiv mitnehmen und definitiv Nha Trang dafür weglassen! Lachen Wäre schön, wenn das Visum nicht so teuer/ kompliziert wäre - dann könnte man für ein paar Tage diesen Bereich bereisen und danach weiter nach Kambodscha, Laos, etc...

_________________
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Paluya
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BeitragVerfasst am: 11.10.2014, 10:56    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hallo Nacholina!

Toller Bericht, danke für das Teilen!
Wir waren zu Jahresbeginn in Vietnam und Kambodscha, hatten ausnahmsweise trotz Arbeitgeber und Schule längere Zeit frei bekommen. Das Mai House auf Phu Quoc hat meinen Mann so gut gefallen, daß er unbedingt da wieder hin will. Da wir nur zur Regenzeit (Juli/August) länger frei nehmen können, habe ich das bisher kategorisch abgelehnt - was soll ich in nem tollen Bungalow, wenn es die ganze Zeit schüttet? Nach Deinem Bericht komme ich allerdings ins Wanken Lachen Jetzt muß ich wohl zukünftige Reisepläne nochmals überdenken...

LG Paluya

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Toni B.
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BeitragVerfasst am: 14.10.2014, 09:54    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hallo Nacholina,
ein sehr ausführlicher toller Bericht, danke Dir!
Unter meinem Blick sehe ich, daß Du nur in wenigen Wochen viel in VN gesehen hast, selbstverständlich gibt es viele andere interessante Orten aber Du hast dieses mal wirklich die wichtigsten Städte in VN besucht, Deine Kommentare sind sachlich und realistisch.
VG Toni B.

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Locke
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BeitragVerfasst am: 15.10.2014, 05:38    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Toll, wie du das machst. Langsam verstehe ich einiges. Ich bin Lernanfänger und es ist sehr schwer. Aber sogar ich kann langsam damit etwas anfangen - danke
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