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 70 Jahre Unabhängigkeit

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csba
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Anmeldungsdatum: 02.06.2012
Beiträge: 983


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BeitragVerfasst am: 10.09.2015, 09:34    70 Jahre Unabhängigkeit Antworten mit ZitatNach oben

« derstandard.at » hat folgendes geschrieben:
Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon) – Mit einer großen Militärparade hat Vietnam den 70. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung gefeiert. Mehr als 30.000 Soldaten und Zivilisten marschierten am Mittwoch vor tausenden Besuchern am Mausoleum von Partisanenführer Ho Chi Minh in der Hauptstadt Hanoi vorbei.


Interessant, dass auch Frauen von Minoritaeten in Vietnam in ihren traditionellen Kostuemen bei der Militaerparade zu sehen sind.

Hier ist die Quelle.

csba

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Micha L






Anmeldungsdatum: 19.11.2003
Beiträge: 2626
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BeitragVerfasst am: 10.09.2015, 16:42    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Das wirkt insgesamt martialisch.

Dem heutigen Frankreich wird das nicht gelten. In der Hinsicht könnte die Feier ziviler sein.
Ich vermute mal, das soll ein Wink in Richtung China sein.

Die hatten ja gerade eine riesige Militärparade.

Gruß
Micha

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csba
Moderator





Anmeldungsdatum: 02.06.2012
Beiträge: 983


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BeitragVerfasst am: 11.09.2015, 20:21    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Ist es nicht so, dass in diktatorischen Laendern solche Militaerparaden immer einen gewissen "martialischen" Touch haben? Das ist ja vor wenigen Monaten in Russland auch nicht anders gewesen. Putin wollte ja dem Westen und den USA zeigen, wie stark Russland ist. Als er unmittelbar vor dem russischen Nationaltag vor der russischen Jugend eine Ansprache hielt, sagte er deutlich, dass sie nichts zu befuerchten haetten: "Wir haben Atomwaffen....!", war seine Aussage. Das ist meiner Meinung nach Armutszeugnis, heutzutage der Jugend Derartiges auf dem Teller servieren zu muessen, um Respekt zu ernten.

csba

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xenos




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Beiträge: 1002


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BeitragVerfasst am: 12.09.2015, 00:02    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Was will man machen ?
Er kann ja nicht mehr sagen ,
"wir haben Geld und können alle Probleme damit lösen " und
irgendwie will er ja immer zeigen , dass er Macht hat.

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Hoi An
Gast





Anmeldungsdatum: 09.05.2012
Beiträge: 235


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BeitragVerfasst am: 26.11.2015, 09:24    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Vor 70 Jahren rief Ho Chi Minh die Unabhängigkeit des Landes aus. Er begann seine Rede anlehnend der US-Unabhängigkeitserklärung mit "Liebe Bürger des Landes, alle Menschen sind von Geburt an gleichberechtigt. Die Schöpfer haben ihnen die Rechte gegeben, die ihnen niemand wegnehmen darf, dazu gehören das Recht auf Leben, das Recht auf Freiheit und Glückfindung".

Das kommunistische Regime amnestiert jedes Jahr zum Nationalfeiertag immer eine große Zahl von Gefangenen. 2009 waren es 20.599 Häftlinge. Dieses Jahr nur 18.539, darunter Mörder, Diebe, Räuber, Drogenhändler und mit Sicherheit jede Menge wegen Korruption verurteilte Partei-Funktionäre. Aber kein einziger politischer Häftling oder Gewissengefangene. Zum Neujahrfest wird noch mal eine große Zahl von Häftlingen früher aus der Haft entlassen. Die Machthaber bezeichnen dies als humanitärer Akt und wollen dadurch Steuergelder sparen. Aber laut Ex-Politisch-Häftling Le Cong Dinh ist das ein sehr lukratives Geschäft für die Justizbeamten, denn sie allein entscheiden darüber, wer freikommt, wer nicht.

Man kann an der Massenamnestie auch erkennen, wie hoch die Kriminalität in diesem sozialistischen Land ist. Das ganze Theater hat mit Humanitär oder Steuergeldersparen nichts zu tun. Die Zellen müssen praktisch für die neuen frei gemacht werden. Die "Parlamentarier" debattierten gerade über die Situationen in den Gefängnissen. Abgeordneter Nguyễn Anh Sơn beruft sich auf Angaben des Polizeiministeriums und berichtete, dass derzeit 19.000 Plätze in Untersuchungshaft verfügbar sind, aber 43.072 Plätze werden benötigt. Und in den Gefängnissen stehen nur 10.316 neue Plätze zur Verfügung, aber 46.880 Plätze werden benötigt. Häftlinge können nachts nur auf der Seite liegen, weil auf dem Rücken liegen nicht genug Platz wäre.

Doan Van Vuon, der 2012 sein Grundstück vor dem Zwangsräumung mit selbstgebauten Waffen gegen verteidigte und zu 5 Jahren Haft verurteilt und dieses Jahr ebenfalls amnestiert wurde, sagte im Interview mit BBC, dass er in der Situation dasgleiche nochmal tun würde.

Die Nichtfreilassung von politischen Häftlingen hat nicht nur Frust und Enttäuschungen bei den vietnamesischen Gemeinschaften hervorgerufen, sondern auch bei internationalen Hackergruppen. In einem gemeinschaftlichen Projekt haben Aktivisten von Anonymous, AntiSec und HagashTeam einige Websites von der vietnamesischen Regierung gehackt und eine klare Botschaft hinterlassen.

Meinungs- und Pressefreiheit sind noch sehr weit entfernt. Es gibt in Vietnam ca. 800 Zeitungen und zahlreiche Fernsehersender. Die alle gehören jedoch der KP und dienen nur deren Propagandazwecke. Wahre Informationen erfährt man nur in Sozialnetzwerken wie Blogs, Facebook und Youtube. Deshalb schnuffeln auch hier Stasi-Mitarbeiter herum, um die Urheber der Informationen zu entdecken.

Do Van Hung, Chef-Redakteur einer der größten Online-Zeitung des Landes wurde fristlos gekundigt, da er zum Nationalfeiertag auf eigenem Face-Book einige Dinge über Ho Chi Minh und General Giap berichtet hatte.

Die Hanoi-Polizei hat Aktivisten vom "LuongTam-TV" (Gewissen), die ihre Nachrichten auf Youtube ausstrahlten, festgenommen. Als ihre Freunde vor dem Polizei-Revier gegen die Festnahme protestierten, schickte die Stasi ihre Prügelknaben auf sie los und beschlagnahm ihnen die mitgebrachten Smart-Phones und Tablets. Aktivisten beugen sich der Unterdrückung nicht und brachten die 4. Sendung heraus.

Eine Woche der Massenfreilassung zum "Nationalfeiertag" kam auch Menschenrechtsaktivist Tran Minh Nhat frei, aber nicht durch Regierungsamnestie, sondern bis zum letzten Tag seiner Haftstrafe gesessen. Freunde, die ihn zuhause in Lam Dong besuchten, wurden auf der Rückfahrt von 20 Stasi-Männern aus dem Bus geholt und auf der Straße blutig zusammengeschlagen. Nach dem Überfall vergaßen die Stasi-Männer nicht, teure elektronische Geräte wie Smartphone und Tablets ihrer Opfer mitgehen zu lassen.

Sein Weggefährte Paulus Lê Sơn schildert unter Tränen, wie "angefreundete Mithäftlingen" versuchten, ihn zu überreden, ihnen die "Wahrheit zu erzählen". Und als diese doch keine andere Wahrheit erfuhren, fingen sie an, ihn zum Slaven zu machen. Diese "Häftlinge" genossen ganz besondere Privilegien. Sie nahmen in der Zelle regelmäßig Drogen und trieben sogar in aller Öffentlichkeit ekelhafte Dinge miteinander.

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