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 Das Geheimnis der Bräute

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csba
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Anmeldungsdatum: 02.06.2012
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BeitragVerfasst am: 25.03.2016, 09:52    Das Geheimnis der Bräute Antworten mit ZitatNach oben

Ich stelle mal diesen Artikel von der Zeit hierher hinein. Er ist sehr lesenswert.

« zeit.de » hat folgendes geschrieben:
Die Heiratsvermittlerin wohnte in Haiphong, einer Stadt berühmt für Hafen und Mafia. Meine Übersetzerin Thuy hatte die Telefonnummer auf vietnamesische Weise bekommen: Man fragt jemanden, den man kennt, ob er jemanden kennt, und so war sie irgendwann zu Frau Nam durchgereicht worden. Die vermittelte junge vietnamesische Frauen als Bräute an koreanische Männer. Thuy hatte zugesichert, sie könne ein paar Interessenten nennen.


« zeit.de » hat folgendes geschrieben:
"Deutschland!", sie strahlte mich an. "Kennst du einen Mann für meine Tochter?" Sie strich leicht über meinen Arm und stieg die Treppe in den dritten Stock. Während sie uns in das Zimmer ihrer 25-jährigen Tochter führte, erzählte sie, dass sie das Mädchen schrecklich gern an einen Amerikaner oder Deutschen verheiraten würde, auf keinen Fall an einen Koreaner: "Die haben nicht viel Geld und behandeln die Frauen schlecht." Die Bräutigame seien Farmer oder Arbeiter mittleren Alters aus der koreanischen Provinz. Immer wieder schwappten Geschichten von Missbrauch und Gewalt herüber nach Vietnam. Nam öffnete die Tür zu ihrem eigenen Schlafzimmer. Auf dem Schreibtisch stapelten sich sieben Dokumentenpakete in Klarsichthülle. In jedem befand sich ein Pass mit einem Antrag auf ein koreanisches Visum, dazu Passfotos von jungen Mädchen. Den Bräuten. Frauen vom Land, die Korea vor allem aus den glamourösen Fernsehserien kannten und die sich wildfremden Männern anvertrauten, um der Armut Vietnams zu entkommen.


« zeit.de » hat folgendes geschrieben:
Ich riss dem KP-Funktionär meinen Pass aus der Hand und rannte mit Thuy einfach durch die Tür, den Weg zur großen Straße hinauf. Er brüllte uns Drohungen hinterher: "Bleibt verdammt noch mal stehen!", aber wir rannten und rannten.



Hier ist der gesamte Artikel nachzulesen.

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kirsche
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BeitragVerfasst am: 25.03.2016, 11:55    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Einen Komentar zu diesem Artikel " SKLAVENHANDEL MIT JUNGEN VIETNAMMÄDCHEN
möchte ich nicht abgeben sonst wird mir schlecht,

Ich kann nur in Kurzform einen kleinen Livebericht besteuern was ich selbst erlebt habe und das macht mich jetzt schon traurig.

... vor ca. 7 bis 8 Jahren habe ich mehrere Wochen in so einem " Heiratshotel "
in Saigon gewohnt,
fast jeden Tag im Frühstücksraum , ist die Vermittlerin mit ca. 10 jungen vietnamesische Mädchen ( ich schätze, alle grad mal 18 Jahre alt ) gekommen , diese mussten sich in einer Reihe aufstellen und warten bis eine Horde koreanischer Männer im Alter von ca. 30 bis 70 Jahre kamen.
danach wurden, wie auf dem Sklavenmarkt, alle Mädchen von oben bis unten von allen Männern begutachtet .
Ich sah, die traurigen Augen der hilflosen dastehenden Mädchen ...
Ich sah, die nun am grossen Tisch sitzenden alten Männer mit sabernden Gesicht
heiss diskutieren wie auf dem Viehmarkt ...

fast jeden Tag fanden dort im Hotel Schowhochzeiten statt, wie am Fliesband,
immer das gleiche traurige Bild , alter Mann mit blutjungen Mädchen ...
einfach nur zum k...

Wer sich die Dollar einsackt oder ob die Mädchen verkauft werden von ihren
Familien und welches Schicksal die Mädchen in Korea erleiden ,
kann gerne hier im Forum diskutiert werden .

Ich halte mich da zurück ,
da es zu den traurigen Erfahrungen in Viet nam gehört.

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Wolzoff




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BeitragVerfasst am: 25.03.2016, 12:43    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

In der Tat ist es eine traurige, bittere Geschichte mit den "verkauften Bräuten" Vietnams. Nicht nur Koreaner heiraten Vietnamesinnen, da in ihrem Land ein Mangel an Frauen herrscht. Ein Problem aller Industrienationen. Auch an Chinesen werden junge Vietnamesinnen vermittelt. Die Geschichten, die sich in den jeweiligen Ländern abspielen, erinnern an moderne Sklaverei und modernen Menschenhandel. Nicht selten werden die Bräute an Bordelle weiterverkauft. Gelegentlich werden die Bräute auch umgebracht, da der Ehemann mit seiner Frau nicht klar kommt.

In der Zeit gibt es noch einen weiteren Artikel zu dem Thema. Sehr lesenswert, wie ich finde.

« Die Zeit » hat folgendes geschrieben:
Südkorea hat dasselbe Problem wie Deutschland: Es gibt zu wenige Kinder. Statt auf Elterngeld und Kitaplätze setzt Korea darauf, heiratswillige Frauen aus Vietnam ins Land zu holen – wie die 23 Jahre alte Mai.




« Die Zeit » hat folgendes geschrieben:
Nie hat Mai Pham* einen Mann gesucht, mit dem sie viel gemeinsam hat. Ihr Traummann ist nicht einfühlsam oder attraktiv. Er ist Ausländer. Er hat Geld. Und er wird sie aus ihrem Leben herausholen. Das ist Mais Wunsch an die Ehe, an diesem Frühjahrsmorgen im Jahr 2013, an dem sie mit hundert anderen Frauen in einem Vorort der vietnamesischen Stadt Haiphong in einer langen Schlange steht.


« Die Zeit » hat folgendes geschrieben:
Mais Mutter streicht ihr immer wieder über den Kopf, ihr Vater greift nach ihrer Hand.

Ihrer Mutter sagt Mai, sie solle sich keine Sorgen machen, sie sei mit neuen Situationen doch immer gut zurechtgekommen. Ihrem Vater sagt sie, sie werde ihm bald Geld schicken, dann könne er seinen kranken Magen untersuchen lassen. Ihrem kleinen Bruder sagt sie, er solle in der Schule fleißig lernen, dann werde sie ihm später einen Job in Südkorea verschaffen.

Bevor sie durch die Sicherheitsschleuse geht, dreht sich Mai noch einmal um. "Ich werde euch alle sehr vermissen!", ruft sie. "Wer weiß, wann ich wiederkommen kann."

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„Nichts ist den Mittelmäßigen so verhaßt wie geistige Überlegenheit. Da fließt in der Welt unserer Zeit die Quelle des Hasses.“ Stendhal

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xenos




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BeitragVerfasst am: 25.03.2016, 13:26    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Sicherlich auch eine Folge der Ein-Kind-Politik Chinas und
asiatischen Mentalität Jungs als Nachwuchs zu bevorzugen.
Ich hatte mal bezüglich dieses Thema einen Disput mit einer ehemaligen Moderatorin dieses Forum.
Der Aufhänger war, dass man heutzutage durch Ultraschallbilder schon früh erkennen kann, welches Geschlecht der Embryo hat und wenn es das "falsche" Geschlecht ist, wird halt abgetrieben.
Die Dame meinte , es liege an dem Wunsch der Männer.
Ich hatte da andere Ansicht und meinte , dass auch asiatische (werdende) Mütter Söhne bevorzugen.

Eigentlich ist es aber zweitrangig, wie es zu dem Männerüberschuss kommt.
Fest steht, dass es in Asien eine sehr lange Tradition hinsichtlich "verkaufter Bräute" gibt und dass die jetzige Entwicklung eine großes Problempotenzial hat, welches noch gar nicht ihren Höhepunkt erreicht hat.

Es gipfelt nicht nur in den Verkauf, sondern auch in der Entführung von jungen Frauen. Ich habe erfahren, dass dies in Nordvietnam - nahe der chinesischen Grenze - durchaus vorkommt.

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Micha L






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BeitragVerfasst am: 25.03.2016, 14:01    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Nicht nur professionelle Kuppler sind am Werk.

Sicherlich verrate ich kein Geheimnis, daß im Westen, also auch in Deutschland, nicht wenige Vietnamesen Ehemänner für Töchter, Nichten und Schwestern suchen, die noch in der Heimat oder hier zu Besuch sind.

In meiner Nachbarschaft wurde im Imbiß und im Gemüseladen erfolgreich gekuppelt.
Liebe ist dabei (erst mal) Nebensache.

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csba
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BeitragVerfasst am: 25.03.2016, 14:14    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Das ist schon seit Jahrzehnten ein sehr leidliches Thema ueber das armselige Schicksal unzaehliger junger vietnamesischer Maedchen in diesem Land.


« xenos » hat folgendes geschrieben:

Es gipfelt nicht nur in den Verkauf, sondern auch in der Entführung von jungen Frauen. Ich habe erfahren, dass dies in Nordvietnam - nahe der chinesischen Grenze - durchaus vorkommt.


Das ist schon richtig, Xenos. Die in Europa lebenden vietnamesischen Freunde und Bekannten, die aus dieser Gegend stammen, haben es mir immer wieder bestaetigt.


csba

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Micha L






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BeitragVerfasst am: 25.03.2016, 14:30    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Ergänzend zu meinem Beitrag:
Die von den Familienangehörigen arrangierten Ehen in D sind eher "Vernunftehen" als Zwangsverheiratungen, denn die Bräute suchen selbst dringend einen Ehepartner - um hier bleiben zu können.

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csba
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BeitragVerfasst am: 27.03.2016, 15:19    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Aus unserem Dorf sind vereinzelte solcher Maedchen, die diese koreanischen/taiwanesischen Maenner geheiratet haben, um der Armut zu entkommen, zurueckgefluechtet. Das Problem kommt noch hinzu, dass sie in ihrer eigenen Heimat staatsbuergerschaftslos sind, da sie durch ihre Heirat mit einem Auslaender die vietnamesische Staatsbuergerschaft ablegen mussten, um die ihres Mannes annehmen zu koennen. Ihre Geschichten lassen einem die Haare zu Berge stehen.

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kirsche
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BeitragVerfasst am: 28.03.2016, 09:04    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hallo csba

ja, das sind ganz traurige Schicksale von den Mädchen,
ich würde gern mal wissen , wie es den mädchen wirklich ergangen ist und was sie alles durchmachen mussten .
Ich habe zwar meine Vermutungen , aber das sind leider keine Tatsachen.

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garfield2008
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BeitragVerfasst am: 28.03.2016, 10:40    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Jedesmal wenn ich in VN bin werde ich von allen möglichen bekannten gefragt, ob ich nicht jemanden kenne, der die Tochter/Nichte/... heiraten würde. Besonders krass finde ich, das wenn ich allen durch die Gegend streife um Fotos zu machen, mir wildfremde Leute die Bekanntschaft mit ihren Töchtern anbieten.


Da der ganze Thread nichts mit rechtlichen Sachen zu tun hat habe ich ihn verschoben.

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csba
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BeitragVerfasst am: 28.03.2016, 10:53    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« garfield2008 » hat folgendes geschrieben:
Jedesmal wenn ich in VN bin werde ich von allen möglichen bekannten gefragt, ob ich nicht jemanden kenne, der die Tochter/Nichte/... heiraten würde.


Das ist immer noch ein sehr gaengiges Thema in Vietnam. Das ist bei mir bei all meinen bisherigen Vietnamaufenthalten ebenfalls passiert.


csba


P.s.: Danke, Garfield, fuer die Verschiebung dieses Themas!

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csba
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BeitragVerfasst am: 28.03.2016, 11:17    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« kirsche » hat folgendes geschrieben:
Hallo csba

ja, das sind ganz traurige Schicksale von den Mädchen,
ich würde gern mal wissen , wie es den mädchen wirklich ergangen ist und was sie alles durchmachen mussten .
Ich habe zwar meine Vermutungen , aber das sind leider keine Tatsachen.



Hallo Kirsche,

das gute Maedchen, knapp ueber zwanzig, musste, nachdem es mit ihrem Mann in Suedkorea zu ihm auf dem Land nach Hause gekommen war, in derselben ersten Nacht nicht nur ihn sondern gleichzeitig seine weiteren Brueder und Vetter, die alle ueber sechzig Jahre alt waren, vergnuegen. Tags musste sie harte Arbeit auf dem Feld leisten, abends dann den gesamten Haushalt fuer die ganze Familie erledigen und nachts.... immer dasselbe, das sich jahrelang wiedeholte...! Und wenn es dem einen und dem anderen Familenmitglied etwas nicht gepasst hatte, wurde sie brutal zusammengeschlagen.

Ein anderes Maedchen, das nicht aus unserer Gegend stammte, erzaehlte, es sei unmittelbar, nachdem es in Suedkorea angekommen war, hinauf in ein Bergbauerndorf gefuehrt worden. Dort wurde sie in einer Huette an einem Holzpfosten gebunden, und musste tagtaeglich nicht nur ihren sogenannten "Ehemann" sondern gleichzeitig auch die Bergbauern des gesamten Dorfes gegen Geldleistungen sexuell befriedigen.

csba

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kirsche
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BeitragVerfasst am: 28.03.2016, 12:03    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hallo csba

das es so krass ist ja schockierend,
was ich vermutet habe ging in die gleiche Richtung, wie du geschildert hast,
leider .
was ich bei der ganzen Sache nicht verstehe hier in viet nam ist :
auf der einen seite werden die kinder hier halb vergöttert und später im arbeitsfähigen Alter müssen ein grosser Teil von ihnen unter wiedrigen bedingungen weit weg von zu hause arbeiten , um die eltern zu hause zu versorgen,
bis hin,, das die töchter verkauft werden , wie oben geschildert.
solche sachen, wie von dir geschildert , sprechen sich im "Dorf" viet nam ruck zuck rum , wie auch die entführungen nach China,
und trotzdem verkaufen die eltern weiter ihre kinder,
mit dem wissen, welches grauenvolles schicksal sie erwartet.
unbegreiflich als europäer,
aber ich weis auch das ein menschenleben in soa nicht viel zählt.

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csba
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BeitragVerfasst am: 28.03.2016, 15:39    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« kirsche » hat folgendes geschrieben:

bis hin,, das die töchter verkauft werden , wie oben geschildert.
solche sachen, wie von dir geschildert , sprechen sich im "Dorf" viet nam ruck zuck rum , wie auch die entführungen nach China,
und trotzdem verkaufen die eltern weiter ihre kinder,
mit dem wissen, welches grauenvolles schicksal sie erwartet.
unbegreiflich als europäer,



Aus meiner persoenlichen Sicht der Dinge kann ich nur sagen, dass bei solchen Menschen, die zumeist aus "materiell" armen Verhaeltnissen stammen und ihre Toechter an solche Maenner nach Korea oder Taiwan "verkaufen", der "Status Quo" innerhalb ihrer dort jeweiligen vietnamesischen Gesellschaft sehr hoch oben steht. Obendrein sind solche Menschen noch "hochverschuldet". Sie wollen aber auch gegenueber ihren Nachbarn absolut gelten, in dem sie angeben, was sie von ihrer Tochter aus dem Ausland alles geschenkt bekommen haben. Die meisten hegen die Erwartung, dass sobald ihre Tochter ins Ausland gekommen ist, sofort Geld nach Hause schickt, damit sie ein "schoenes" Leben fuehren koennen. Diese Haltung findet man immer noch in armen Gegenden Vietnams bei vielen Familien vor - zumindest erlebe ich es heute immer noch in meinem eigenen Dorf, auch wenn sich das Dorf in den letzten Jahrzehnten durch die vielen Auslandsvietnamesen, die in diese Gegend viel Geld investiert und Arbeitsplaetze geschaffen haben, sich zu einem gewissen Wohlstand entwickelt hat. Vor ueber zehn Jahren gab es noch viele, aus unserer Gegend stammende arme Familien, die ihre Toechter an einen Taiwanesen oder Koreaner verheiratet haben. Mittlerweile sind solche "Braut-Verkauefe" sehr selten geworden. Auch wenn den meisten Familien solche grausame Geschichten zu Ohren gekommen sind, tun es dennoch ab und zu immer noch einige.


« kirsche » hat folgendes geschrieben:
...aber ich weis auch das ein menschenleben in soa nicht viel zählt.


Das hast du sehr richtig erkannt.


csba

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Micha L






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BeitragVerfasst am: 28.03.2016, 17:30    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Heirat ins Ausland, um von dort aus die Familie zu versorgen, das hat sein Vorbild bekanntlich in Thailand.
Und bekanntlich ist es nicht selten, daß der Europäer dabei ausgenommen wird.

Ein drastisches Beispiel: Vor einigen Jahren "investierte" ein Potsdamer Bürgermeister insgesamt 60000 Euro in eine thailändische Freundin und hat wegen ihr seine Ehefrau ermordet.
Der entsprechende Prozeß ging durch die Presse.

Solche (auch weniger drastischen Geschichten) sind die Kehrseite der Medaille und nicht mehr auf Thailand beschränkt.

Wenn ich mich recht erinnere, war hier vor Jahren eine vietnamesische Datingseite Thema.

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