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 Coronarvirus

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HangNgay
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BeitragVerfasst am: 17.05.2020, 19:48    18.5.20 Report aus Saigon Antworten mit ZitatNach oben

Report aus Saigon

Auch dieses kannst Du, lieber Diener Sancho Pansa Deloubresse, in meiner kleinen Bibliothek in der DoQuanDau , dem “Bookworm” finden : Miguel Cervantes de Saavedra. El Ingenioso Hidalgo Don Quijote de la Mancha.
Allerdings in englischer Sprache : Penguin Classics; Rev Ed edition (February 25, 2003)
ISBN-10: 0142437239 ; ISBN-13: 978-0142437230.

1. Los hechos, mi querido Sancho, son los enemigos de la verdad. (aus dem Gedaechtnis nach Miguel Cervantes de Saavedra) ; ungefaehr :
Tatsachen, mein lieber Sancho, sind die Feinde der Wahrheit.

2. No le creas al que viene de lejos, sino al que regresa de allí.
Ebenso : Glaube nicht dem, der von weither kommt , sondern dem, der von dort zurueckkehrt.

Ja, Unverhofft ! Ploetzlich macht die kleine Bookworm-Buechereiausleihe in der DoQuanDau Sinn. Eine Bedeutung, die nicht absehbar war > Die staerkere Besinnung auf das Haeusliche, die soziale Entflechtung. Jedenfalls fuer die, die gerne lesen. Ich hab mir dort wieder Zutritt verschafft, da ich mit dem Buchbestand dort Gast bin.

Trotzdem ist es mit dem “Verzicht” fuer die, die Zeit und Geduld haben und nicht unter Reisedruck stehen , nicht so schwer. Allerdings gucke ich wenig auf den Kalender. Lasse mich nach Erledigung wichtiger Dinge, so bei der Flugagentur hier am Ort, von meinen Beduerfnissen leiten. Und die werden durch den nur noch minimal eingeschraenkten Betrieb voll befriedigt.

Nicht in den Strudel von Demos und endlosen Diskussionen in Deutschland hineingezogen werden. Ein zur Zeit passables Gefuehl.

Das Wochenende diente der Familie zu einem grossen Treffen in einem (viel zu teuren) Restaurant. Es schmeckte und bekam mir auch gar nicht. Ich litt noch unter einem Lagerungsschwindel, der alle 2 Jahre mal fuer die Dauer von max. 3 Wochen eintritt und nach entsprechenden Uebungen zurueckgeht.

Das Treffen an sich war gut, da ich alles ueber die Entwicklung des Urenkels Bơ erfuhr. Und weil wir zu dem Schluss kamen, zu sieben Personen demnaechst zur kleinen Farm der Familie des Vaters von Bơ im neuen Auto an den Mekong zu fahren. Ich freue mich dort auf liebe Leute , mit denen mich viel verbindet.

Gestern und heute hielt ich zu meinem Laptop “soziale Distanz”, was uns beiden guttat. Die Enkelin betaetigte sich.

LIebe Gruesse, HangNgay

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HangNgay
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BeitragVerfasst am: 30.05.2020, 15:17    Kindertagesstaette Antworten mit ZitatNach oben

Kindertagesstaette Sonnentau

(Der bisherige Name “Fledermaus” musste aufgrund bestimmter Ereignisse geaendert werden. Der Kita-Elternschaftsbeirat konnte sich noch nicht so ganz auf einen neuen Namen festlegen. Vielleicht koennen Forumsmitglieder dazu Namens-Hilfestellung leisten !)

Heute malen wir Corona.
Kinder druecken ihr Erleben aus.
Ein Mondgesicht entsteht.En face – von vorne.
Dann gleich das Wichtigste : die Maske.
Die bedeckt das halbe Gesicht und wird nach unten etwas zipfelig.
Bei den meisten Kindern : gelb.
In vielen Kulturen ist gelb die Farbe fuer Verrueckt-Sein.
So ist es doch auch : Die Welt ein bisschen ver-rueckt.
Die Ohren diesmal groesser.
Dann die Augen ueber der Maske. Auch groesser.
Der Rest ist nicht mehr wichtig.
Ein paar Haare , Kaum Hals , Brustkorb und Aermchen an den Seiten.

Das kommt auf uns zu. Wenn die Lage sich bessert. Oder auf neudeutsch : when the curve flattens.

Kinder duerfen, nein : muessen einfach malen!
Klaert uns Psychotherapeutin Alyssa - Cringel Schmerzenbacher auf . Psychologe Dr. Ulf Ass stimmt ihr kopfnickend zu. Kinderarzt Dr. Sylvester Mundbart guckt weg , nickt aber zustimmend.
Virologe Ulf-Gabriel Knipprath bleibt hinten im Schatten der Tuer . Gruppenleiterin Heidelore Guterding haelt die kindlichen Gemaelde triumphierend in die Kamera. Verdeckt dabei leider das Gesicht von Kindergaertnerin Zypressa Karnicolova … “Denn Kinder … “ sind auch schon fast richtige Menschen, denkt sich ergaenzenderweise an der Tuer stehend und auf die Armbanduhr schauend Hausmeister Hubert Weniger , genannt “Der Hubinger”.

Masken ab !

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HangNgay
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BeitragVerfasst am: 01.06.2020, 11:42    Maskenhaft Antworten mit ZitatNach oben

Nicht laenger maskuloes.
Mein zweiter Tag also ohne Maske.
Bin ich nun “befreit” ?

Ich fuerchte, die machen Ernst. Die, die androhen, jetzt bald hierher nach Vietnam zu kommen. Sozusagen maskenhaft.

Nein, ich will gleich los ins Dorf und stell mir vor : ohne das Gefuehl hinter den Ohren , da ist noch was, und vorne, da kann man’s runterziehen. Und dadrueber sieht man die Strassen werden voller . Falls die Brille mal nicht beschlaegt. Die da : haben die alle Visa bekommen ?

Meine Maske. Ich kann nicht mehr ohne. Ich schlinge sie mir doch wieder ins Gesicht und um die Ohren. Ich bin ja Hardware. Und die Maske Software. Oder schon umgekehrt ?

Oben im Café, wo die von innen virtuell leuchtenden jungen Menschen die Tastaturen bearbeiten, sind noch nicht wieder ganz so viele. Obwohl : DAS ist es , was die grosse Mehrheit der jungen Leute in Vietnam will : IT-Experte. Massenhaft. Ich muss dringend zum Baecker. Gibt’s noch Baecker hier, lebendige ?

Gruesse, HangNgay

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GerdM
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BeitragVerfasst am: 27.07.2020, 08:09    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

https://www.spiegel.de/panorama/vietnam-regierung-will-stadt-evakuieren-zehntausende-touristen-betroffen-a-076222c4-a710-42aa-980d-b641b4604ed1

Auch in Vietnam ist das Virus noch lange nicht besiegt. Trotz aller Maßnahmen war zu erwarten, dass es sich unter der Oberfläche weiterverarbeitet, wenn auch nicht so stark wie in Europa und Amerika.

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ThichLamWen
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BeitragVerfasst am: 27.07.2020, 08:46    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Ich sehe diese Evakuierungsmission sehr kritisch.
Keine dieser 80,000 Touristen wurde getestet. Mit dieser Aktion besteht ja eher die Gefahr, das Virus noch schön im ganzen Land zu verteilen ...

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ThichLamWen
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BeitragVerfasst am: 27.07.2020, 13:31    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Die Zahl der Inifizierten hat sich auf 15 erhöht.
Damit kann ich jetzt schon prognostizieren, dass all diejenigen, die dieses Jahr nach Vietnam reisen wollten, insbesondere als Touristen, keine Chance haben. Die werden jetzt die Grenzen auf ewig zu lassen.

Can Tho hat gerade bekannt gegeben, dass alle Ausländer übeprüft werden, ob sie legale Papiere und Aufenthaltstitel haben. Den Ausbruch des Virus erklärt man mit illegal eingereisten Ausländern (Chinesen).

In so einer Situation wird Vietnam keineswegs darüber nachdenken, Grenzen zu öffnen. Das Gegenteil wird der Fall sein.

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GerdM
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BeitragVerfasst am: 27.07.2020, 14:36    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Meine Frau sagt, dass man in Vietnam die Kapazität an Hotelzimmer, die für Quarantäne genutzt werden soll, erhöhen möchte. Wenn dann genügend zur Verfügung stehen, könnte es zu Lockerungen kommen. Wer bereit ist, zwei Wochen in Quarantäne zu gehen, könnte dann einreisen.
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VietnamBert
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BeitragVerfasst am: 28.07.2020, 05:52    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« ThichLamWen » hat folgendes geschrieben:
Die Zahl der Inifizierten hat sich auf 15 erhöht.
Damit kann ich jetzt schon prognostizieren, dass all diejenigen, die dieses Jahr nach Vietnam reisen wollten, insbesondere als Touristen, keine Chance haben. Die werden jetzt die Grenzen auf ewig zu lassen.

Can Tho hat gerade bekannt gegeben, dass alle Ausländer übeprüft werden, ob sie legale Papiere und Aufenthaltstitel haben. Den Ausbruch des Virus erklärt man mit illegal eingereisten Ausländern (Chinesen).

In so einer Situation wird Vietnam keineswegs darüber nachdenken, Grenzen zu öffnen. Das Gegenteil wird der Fall sein.


Sehe ich genauso. Das Auslaenderbashing, vor allem der Chinesen, geht gerade richtig los. Ob legal oder illegal interessiert nicht, und man sieht es ja auch nicht.
Waehrend man in Europa erkannt hat, dass sich eine gewisse Ansteckungsrate wohl nicht vermeiden laesst, schon weil sich einfach nicht alle an Regeln halten (uebrigens nicht die Schuld vom boesen Staat), wird man in Vietnam mit "Jetzt erst recht" antworten. Mein Gefuehl ist es gibt hier nur schwarz oder weiss. Die letzten 3 Wochen war alles egal, jetzt ist wieder Panikmache angesagt. Mir wollte man auch gestern den Zutritt verweigern, obwohl man mich kennt und ich, im Gegensatz zu den meissten Vietnamesen, auch die letzten 3 Wochen eine Maske anhatte.

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HangNgay
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BeitragVerfasst am: 30.07.2020, 22:15    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Reportage aus Saigon “Leicht erhoehte Kriminalitaet zur Coronazeit” , 31.7.2020

https://www.youtube.com/watch?v=dIlr0UNSgdg

(Rein fiktiv Smilie"Den Boss wird’s freuen”.
(Den Boss kennen wir nicht persoenlich. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es eine Frau ist. Wir werden ihn oder sie nie zu Gesicht bekommen. Ist auch besser so. Man schickt uns nur einen Mittler auf Motobike zu bestimmter Zeit an bestimmtem Ort in Sài Gòn . Der bringt uns sogar etwas Essen in Styropor , zwei Zigaretten und wir uebergeben ihm/ihr den Ertrag unserer Bemuehungen.)

Unser Beruf hat zutiefst kuenstlerische Wurzeln , zumindest Hochleistungssport-verwandte.
Wir funktionieren als Tandem, eingespielt wie ein Eiskunstlaufpaar oder wie zwei Synchronturmspringer. Die Musik ist die der Grossstadtstrasse.

Die sekundenbruchteilsstarke Einschaetzung von “Partnern” und Situationen hat etwas von der Qualitaet der Florettfechtkunst. Nur , dass unsere Planche ungleich vielfaeltiger ist, die situationsbestimmenden Faktoren zahlreicher, in ihrer Wirkung und Wechselwirkung aufeinander schwerer erfassbar sind.

So heute abend an der Ecke der Rechtskurve Cống Quỳnh in die Trần Hưng Đạo am langgezogenen Bauzaun. Wir erinnern uns : Nguyen Quyn , 1677 bis 1748, an den beruehmten und humorvollen Gelehrten der Lê–Trịnh – Koenige und an den stets gegenwaertigen Besieger der Mongolen unter Kublai Khan , und Retter des Vaterlandes Trần Hưng Đạo (1228 – 1300). An dieser Kreuzung also erfolgte an diesem Abend die perfekt inszenierte Uebergabe , fuer die passive Partnerin zu Fuss eher etwas ueberraschend, fuer uns als die aktiven Partner fast schon routinemaessig im Ablauf.

Alle Komponenten zur zufriedenstellenden Aktion zu fuehren, erfordert die moderne Einstellung einer ganzheitlich ausgerichteten Erkennungs- und Sichtweise von “Welt”.
Jedenfalls auf der Seite der beiden aktiven Partner, also von mir als dem Motobikefahrer und meinem Kollegen auf dem Ruecksitz. Die Feinabstimmung uebt sich ueber einen groesseren Zeitraum hinweg, zunaechst ueber verbale und koerpersprachliche Zeichen. Schliesslich ueber das feinfuehlige Erspueren leichtester Gewichtsverlagerungen. Kaum eine andere Profession ist so sensibel und klar auf dieses kunstvolle Eingeben – Annehmen – Verlagern – Nachziehen – Nachstellen – Neu Ausrichten – Atemtechnik beim Hoehepunkt des Ergreifens – Beschleunigung von Atmung und Geraet – Entspannung und psychische Entlastung bei der Endbeschleunigung auf der Geraden hin ausgerichtet. Neben Veranlagung und Talent gehoert verantwortungsvolle eiserne Disziplin in der Uebungsphase zur Reife.

Der Fahrer, also ich, hat die Bildung der technischen Reife laengst hinter sich, alle moeglichen Ablaeufe verinnerlicht. Das Ueben des Schleuderns mit einer weniger gewichtigen, aber hueft- und handgeschicklichen schlanken Person , dem “Greifpartner” , es kann auch eine Partnerin sein, auf dem Ruecksitz in mannigfachen Variationen war schmerzhaft aber unumgaenglich.

Die Anpirschphase ist fuer mich als Fahrer verbunden mit der Aktivierung aller Sinne : Erspaehen einer passiven Partnerin , moeglichst Auslaenderin, mit lose gehaltenem Taeschchen oder Beutel in der rechten Hand kurz vor der Rechtskurve. Leichtes Herabsetzen der Beschleunigung – Durchjonglieren auf dem schmalen Grat zwischen passiver Partnerin und Kurvenbegrenzung. Da mein aktiver Partner, mein “Greifer”, Linkshaender ist, sind wir auf Rechtskurven eingeschworen.

https://www.youtube.com/watch?v=mmQBNZW8gHE


Wir sprechen keinesfalls herablassend von “Opfern” oder “Beute”, bei dem, was wir blitzschnell anvisieren. Die, die das Taeschchen in der rechten Hand tragen, sind gewissermassen “Partnerinnen”. Sie spielen mit. Wir, die Aktiven, arrangieren Bewegung und Ausrichtung wie auf dem Hochseil, genau zwischen Rechtskurvenbordstein und den wenigen Zentimetern zum Taeschchen. Und wie am Trapez schwingt der linke Arm meiner Partners im rechten Augenblick zur Stelle unter dem rechten Handgelenk der passiven Partnerin und befreit diese von der Last ihres Taeschchens. Bei seinem Zugriff legt sich der Druck am Geraet mehr oder weniger leicht auf die linke Seite, sodass ich gedanklich vorgreifend meinen Druck leicht nach rechts verlagere, aber so sensibel, dass kein unkontrolliertes Schlingern entsteht.

Der Rest ist wieder eingespielte , professionelle Routine. Die Psychologie spielt uns sozusagen “in die Hand” : die 7-Zehntel- Schrecksekunde der passiven Partnerin erleichtert nicht unwesentlich den Abschluss des feinen Akts zur Kroenung aller unserer gemeinsamen Bemuehungen.

Die Ungerechtigkeit liegt fuer uns darin, dass die passiven Partnerinnen nicht miterleben koennen, wie wir uns nach dem Akt 10 Minuten auf dem Motorrad kreuz uynd quer entspannen, ohne sie zu vergessen, und ihnen demzufolge dankend fast ergeben sind. Sie ahnen nicht, wie sehr wir sie in unser Herz geschlossen haben.

Den heutigen Fund dieser Art, an der Ecke Rechtskurve Cống Quỳnh in die Trần Hưng Đạo um 20:47 Uhr von einer reizenden jungen blonden Dame in Begleitung einer anderen nicht “erstanden” sondern “er-fahren”, uebergeben wir anschliessend. Eigentlich duerfen wir in den Fundstuecken nicht nachschauen, aber …
… den Boss wird’s freuen.

https://tuoitrenews.vn/news/society/20200611/ho-chi-minh-city-police-arrest-women-for-stealing-in-backpacker-area/55028.html?fbclid=IwAR0VvhAVy-_J35L9mPI8NZzW2RrrWe2wRgXwWblD1GULRHnVD0Y_uzHArJk

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ThichLamWen
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BeitragVerfasst am: 01.08.2020, 03:25    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Leider hat die "Zweite Welle" nun ihre ersten Opfer gefunden. Vietnam, das bisher von Todesfällen verschont gewesen war, hat gestern zwei Patienten verloren. Beide Patienten waren älter und von vielen Vorerkrankungen, wie zum Beispiel Diabetes und Herzproblemen, gezeichnet. Covid dürfte zwar nicht alleine, aber maßgeblich zum Versterben beigetragen haben.

Wenn Vietnamesen vor etwas Panik haben, dann ist das Krankheit und Tod. Bislang war Covid eher etwas unangenehmes - zwei Wochen Isolation oder Krankenhaus, eher etwas, das die Freizeitplanung des nächsten Monats durcheinanderbringt. Mit den beiden Todesfällen wird sich das nun ändern.

Diese zweite Welle läuft derzeit massiv aus dem Ruder. Wenn man sich einmal anschaut, wer, wie, was, wann in Da Nang war, so muss man feststellen: Das Virus dürfte mindestens schon einen, wenn nicht sogar zwei Monate unerkannt durch Da Nang streuen.

Wenn man dann die Reiselust der Vietnamesen sich anschaut, kann es einem nur Angst und Bange werden. So sehr ich die Vietnamesen vorher gelobt habe, so sehr muss man sie nun kritisieren. Die hochmütige Propaganda, dass nur Ausländer und Vietnamesen im Ausland krank werden können, rächt sich jetzt massiv.

Ob es zu einem landesweiten Lockdown kommt, bezweifle ich derzeit. Es wird wohl eher konzentriert lokal gesperrt. Dennoch sind in Ha Noi und Ho Chi Minh City derzeit alle Bars und andere nicht-essenzielle Geschäfte geschlossen. Ein Reiseverbot wurde indirekt ausgesprochen. In Can Tho wurde nur empfohlen, Maske zu tragen und nicht außer Haus zu gehen. Ansonsten läuft das Leben weiter.

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VietnamBert
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BeitragVerfasst am: 01.08.2020, 05:43    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Die Toten sind natürlich bedauerlich und den Familien ist nun viel Kraft zu wünschen. Vllt wird das wenigstens den Effekt haben dass man das Thema nun ernster nimmt. Also nicht nur Regelung nach Regelung erlässt, sondern sich mehr Leute daran halten. Allerdings bin ich auf meinem Heimweg gestern Abend nicht unbedingt davon überzeugt worden...zumindest in Ho Chi Minh City saßen gestern große Gruppen gemischten Alters fröhlich zechend und rauchend beisammen. Was helfen da die tollsten Regeln?

Was du bezüglich der Propaganda und Berichtserstattung ansprichst sehe ich ähnlich. Es macht mich traurig. Gerade durch diesen großen Erfolg, verglichen mit anderen Ländern, ist man arrogant geworden. Auch im täglichen Gespräch wurden die Errungenschaften im Vergleich zu Europa betont. Wer auch immer das Virus nun eingeschleppt hat, ob illegal oder nicht, ob es ja weg war oder nicht, ist nun egal. Die Touristen (großteils Vietnamesen) und die Verantwotlichen die den günstigen Urlaub in Da Nang und anderswo so gepusht haben trifft eine Mitschuld. Wenn ich mitbekommen habe wie manche Leute in meinem Umfeld trotz kranker Kinder (wahrscheinlich aber kein Corona!!) da fröhlich durch Vietnam gejettet sind, kann man nur den Kopf schütteln.

Im Endeffekt können wir froh sein dass es jetzt rauskam und nicht 3 Wochen später, der Impact wäre noch viel krasser geworden. Jetzt hat man zunindest eine Chance das Virus niedrig zu halten. Ein paar Deppen die sich querstellen gibt es natürlich immer, aber solange der Grossteil mitzieht wird es vorbeigehen!

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HangNgay
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BeitragVerfasst am: 01.08.2020, 22:27    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Reportage aus Saigon, 4 Uhr nachts , 2.8.2020

Ich lese regelmaessig die amtlichen Verlautbarungen des Bo Y Te , Gesundheitsministerium, weil sie auf mein Handy und auf mein Tablet gesendet werden.

Ich empfinde gar nicht, dass die getroffenen Massnahmen so verwirrend sein sollen.
Auf der anderen Seite lese ich ueber Deutschland, dass die foederale Struktur und die Laendermassnahmen die Ausbreitung des Virus eher gedaempft haben sollen. Aber ich bin kein Fachmann.

Heute gab es den dritten corona-bedingten Todesfall in Vietnam, offenbar alle im Nordosten bei DaNang.
Den betroffenen Angehoerigen und Freunden dort gilt mein Bedauern.

Auf Arroganz von Vietnamesen ueber das bisherige Management bin ich nicht gestossen. Ich treffe am Tag sehr viele. Wenn etwas Stolz bei manchen, dann kann ich das verstehen.
Das Verhalten der Einheimischen auf der Strasse erschien mir nach den Nachrichten aus DaNang in Saigon angepasst . Es wurde wieder mehrheitlich Maske getragen.

Wie immer, mache ich einen weiten Bogen um die Stellen, in denen Auslaender in Gruppen sitzen und Bier trinken. Deren Verhalten stoert mich weitaus mehr als das der Vietnamesen. Das war aber schon immer so, auch vor der Corona-Zeit.

Dass viele Bars und manche Geschaefte geschlossen haben, ist fuer die Eigner und Angestellten dort bedauerlich. Nicht alle leiden. Ich kaufe taeglich meine Getraenke zum Beispiel im kleinen Laden an der Ecke bei der netten Familie , die da zu Dritt oder Viert “die Stellung haelt”. Die haben viel Zulauf. Das gilt auch fuer aehnlich andere kleine Verkaufsstaetten. Es geht an diesen Stellen auch sehr persoenlich zu und man kommt mit anderen Einheimischen ins Gespraech.

Ich fuehle mich zurueckversetzt in eine Zeit, in der z.B. die Bui Vien den dort schlendernden Passanten so weitraeumig Platz bot wie zur Zeit. Ich geniesse das. So wie vor 20 Jahren. Ich bin nicht gegen Kontakte, aber ich suche sie auch nicht , bei “meinesgleichen” meide ich sie eher.

Da ich ein Nachtmensch bin und ein Hobby pflege, das zur Zeit von denen kaum genaehrt wird, auf die ich dabei angewiesen bin, komme ich erst so zwischen 2 und 3 Uhr nachts nach Hause. Das Hobby : Graffitimaler zu begleiten und ihre Werke zu dokumentieren. Inzwischen in einer 20Jahre durchgaengigen Fotosammlung “Veraenderungen der Einsichten , dargestellt an Entwicklung der Graffiti-Gestaltung”. Da laeuft ueberraschenderweise zur Coronazeit nur sehr wenig.So habe ich zwischendurch noch stets ein Buch aus meinem “Bookworm-Repertoire” in der Do-Quan-Dau mit in der Tasche und kehre auch gerne zum Lesen auf meinen Stammplatz in das Bistro ein, das die ganze Nacht geoeffnet hat.

Noch ein Wort zu etwas, was aber allgemein nicht so wichtig ist , mir aber schon etwas. Der Sprachgebrauch. Ich unterhalte und treffe mich nicht gerne mit Leuten , die diese Stadt nach der “offiziellen” Version HCM-City nennen. Ich lebe bewusst in SAIGON. Und bin im Augenblick sogar recht gluecklich dabei.

Vorsicht ist angebracht. Ich wurde letzte Woche gegen 3 Uhr nachts auf dem Nachhauseweg an einer der engen, gewundenen Innenstadtgassen von einer Motobikefahrerin angequatscht. Ist nichts besonderes. Geschieht oft. Trotz meines energischen Abwinkens versperrte sie mir mit dem Fahrzeug den Weg und wurde handgreiflich. Mir kam nun etwas Mossad - KravMaga- Verteidigungs-Koennen (nur orange-Guertel) aus sehr lang zurueckliegenden Zeiten zugute. Und das Wissen : sowieso bei Nacht immer so nah wie moeglich zum Schutz einer Koerperseite an einer Wand entlanggehen.Wenn es geht, auf der linken Seite. Falls es zu einem Uebergriff v.a. einer Frau kommt, das eigene rechte Knie dann etwas vorschieben. Denn ihre Attacke wird zu 100 % mit dem Knie auf die “empfindlichsten Teile beim Mann” gerichtet sein. Mein Mobifone ging bei ansonsten gelungener Abwehr des Tritts , gegen die rechte Hosentasche, zu Bruch . Ausserdem habe ich meistens ein Portemonnaie, fuer Kenner im Abdruck sichtbar, in der rechten hinteren Hosentasche, mit Zeitungspapier drin. Und das eigentliche Geld mit Schluessel in einem Beutel direkt am Koerper.

Ich traf die junge Dame zwei Tage drauf in einem Geschaeft wieder. Ich habe ihr grinsend zugenickt. Sie machte, dass sie fortkam.

Ja, das ist mehr etwas, was dem naechtlichen Einzelgaenger “zustossen” kann. Aber auch damit : Ich liebe SAIGON. Und bin froh, wenn mein angepeilter Flug zum dritten Male verschoben wird, moeglichst um einige Monate ins 2021 hinein.

Liebe Gruesse, HangNgay

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VietnamBert
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BeitragVerfasst am: 02.08.2020, 04:03    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

NangNgay, wir berichten hier unsere Eindruecke, von daher ist doch nur natuerlich dass diese voneinander abweichen. Ich treffe auch sehr viele Vietnamesen taeglich, was nicht heisst dass die Erfahrungen allgemein auf alle Menschen uebertragbar sind.
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ThichLamWen
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BeitragVerfasst am: 02.08.2020, 05:54    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Natürlich haben wir hier unterschiedliche Eindrücke. Und ich sprach auch nicht von den Vietnamesen, sondern mehr von deren Regierung, die sich in den letzten Monaten durchaus mehr als selbstgelobt hat.

Eine kleine Anekdote aus dem Jahr 2010.
Abendessen. Ich mit meinem Freund.
Gedankenverloren greife ich zum Glas und trinke. Es ist nicht meins. Mein Freund steht auf, schüttet den Saft weg, wäscht das Glas aus und nimmt sich ein neues.
Ich sitze da.
"Warum????"
In kühlem, sachlichen Ton: "Du hast doch Aids!"
Ich mache ein Bitte-Was???-Gesicht.
Er klärt auf. Im Hygieneunterricht in der Schule und auch bei den Vortragsabenden im Gemeindehaus, hat er gelernt, dass wir Ausländer alle Aids haben. Und dass es auch Ausländer gibt, die nur nach Vietnam kommen, um Aids zu verbreiten.
...

Etwas Ähnliches gab es auch in den letzten Monaten. Und daraus haben eben viele Vietnamesen den Schluss gezogen, es könne ja auch beim Reisen innerhalb Vietnams nichts mehr passieren. Ich muss ja nicht noch ausführen, dass dies und die Aids-Geschichte vollkommen abstrus sind. Aber viele Vietnamesen glauben, was sie hören und handeln danach.

Und da ich auf dem Land lebe - Can Tho ist trotz der Großstadtambitionen immer noch nur ein kleines Landkaff - komme ich hier mehr mit Menschen in Kontakt, deren Ansichten eben mittelalterlich sind; und deren Allgemeinbildung eher vorsintflutlich ist.

Das macht ja das Schöne an Vietnam aus. Wäre ja auch langweilig, wenn es überall gleich wäre. Und nein, ich habe deinen Beitrag, HangNgay, nicht einmal als Kritik, sondern einfach nur als Erweiterung des meinen aufgefasst.

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HangNgay
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BeitragVerfasst am: 02.08.2020, 10:20    2.8.2020 DaNang Situation Antworten mit ZitatNach oben

Das ist richtig : meine Beitraege sind als ERGAENZUNG zu verstehen und sollen das Spektrum erweitern, so wie ich aus euren Beitraegen weiteres lerne. Und die verschiedenen Sichtweisen aus jeweils unterschiedlichen Raeumen und Perspektiven zeigen die Vielfalt des Landes.
Ich selbst will nichts beschoenigen, bekomme in Saigon ja gerade die "Kollateralschaeden" der Seuche an solch einem Ort mit. Eine erhoehte Gefahr bestimmter Strassenkriminalitaet z.B. . Auch als Vorsichtsmassnahme fuer die gedacht, die demnaechst hierher kommen werden.
Ich bin - zum Glueck - nicht in DaNang , kann nur auf die Presse verweisen, so auf den Artikel aus DaNang Today :

https://baodanang.vn/english/society/202008/large-scale-covid-19-testing-to-be-conducted-in-da-nang-3548941/

Daraus : "Das Gesundheitsministerium hat eine Gruppe von Spezialisten entsandt, um 400 Gesundheitspersonal und Medizinstudenten in Da Nang darin zu schulen, wie Proben entnommen werden können, um Personen in engen Kontakten mit Coronavirus-Trägern zu testen und aufzuspüren." (Nach Google Uebersetzer).

Es wird wohl viel gespendet und fuer Schmunzeln sorgt das zweite Video rechts neben dem Artikel , in dem ein Doktor versucht, musikalisch gute Stimmung zu verbreiten. Nebenbei : ein Einblick in eine Station, auf der ich jetzt nicht liegen moechte. Ich bin bemueht, auch die auf mich persoenlich negativ wirkenden Eindruecke durch positive zu ergaenzen oder abzuschwaechen. Es ist stark subjektiv gefaerbt.

Die letzten Meldungen des Auswaertigen Amtes heute dazu :
https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/vietnam-node/vietnamsicherheit/217274 .

Gruesse, HangNgay

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