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 Menschenrechte in Vietnam

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deloubresse
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Anmeldungsdatum: 01.08.2013
Beiträge: 1886


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BeitragVerfasst am: 06.04.2015, 10:18    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Ohne Wanderarbeiter bricht die gesamte Wirtschaft zusammen . Ist das deine Festellung ? . Hast du Beweisen ?

Learning by doing , wenn man eine Schule Abschluss hat . Ohne Schule Abschluss wäre the monkey . Haben die Wanderarbeiten einen Schule Abschluss ?

VG
Pierre

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swr
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Anmeldungsdatum: 19.12.2014
Beiträge: 374
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BeitragVerfasst am: 06.04.2015, 13:00    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Das
http://asiafoundation.org/in-asia/2011/09/28/vietnams-26-million-migrant-workers-greatest-advantage-greatest-challenge/
ist mir beim ersten Blick auf google in's Auge gefallen.

Wer ist schuld, wenn das Bildungswesen versagt?
Und das versagt auf der ganzen Linie.
Ist aber ein anderes Thema.

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deloubresse
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Anmeldungsdatum: 01.08.2013
Beiträge: 1886


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BeitragVerfasst am: 06.04.2015, 17:11    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« deloubresse » hat folgendes geschrieben:
Ohne Wanderarbeiter bricht die gesamte Wirtschaft zusammen . Ist das deine Festellung ? . Hast du Beweisen ?


VG
Pierre


bitte diese o.g. Frage antworten ....

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swr
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Anmeldungsdatum: 19.12.2014
Beiträge: 374
Wohnort: Hanoi


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BeitragVerfasst am: 07.04.2015, 01:01    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

@deloubresse

Wenn 10 oder 20 Millionen Wanderarbeiter anständige Arbeits- und Lebensbedingungen forrdern und sich erst einmal in ihre Heimatorte begeben, dann ist absolute Ruhe im Schacht.
Hier noch etwas ungebildeter Bodensatz der Gesellschaft:
http://tuoitrenews.vn/society/19432/junior-college-university-grads-struggling-to-find-jobs-in-vietnam
Ende der Diskussion.
Danke.

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deloubresse
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Anmeldungsdatum: 01.08.2013
Beiträge: 1886


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BeitragVerfasst am: 07.04.2015, 06:20    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« swr » hat folgendes geschrieben:
@deloubresse

Wenn 10 oder 20 Millionen Wanderarbeiter anständige Arbeits- und Lebensbedingungen forrdern und sich erst einmal in ihre Heimatorte begeben, dann ist absolute Ruhe im Schacht.
Hier noch etwas ungebildeter Bodensatz der Gesellschaft:
http://tuoitrenews.vn/society/19432/junior-college-university-grads-struggling-to-find-jobs-in-vietnam
Ende der Diskussion.
Danke.


Ich frage nach deine Meinung, du hast also KEINE EIGENE MEINUNG.

Ende der Diskussion

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Hoi An
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Anmeldungsdatum: 09.05.2012
Beiträge: 234


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BeitragVerfasst am: 23.12.2015, 17:26    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Obwohl Vietnam seit 2003 offiziell dem UN-Menschenrechtsrat angehört, hat das Volk in diesem kommunistischen Lande noch nie den Tag der Internationalen Menschenrechte 10.12. feiern dürfen. Auch nirgendwo in Zeitungen oder Literatur steht die Existenz dieses Tages geschrieben. Im Gegenteil, jede Art von Bekanntmachung oder Verbreitung von den Internationalen Allgemeinen Menschenrechten wird sofort unterdrückt und unter Strafe gestellt.

Das geschah vor einer Woche mit dem prominenten Dissidenten Nguyen Van Dai. Der Rechtsanwalt hatte anlässlich des Tages der Internationalen Menschenrechte ein Seminar über die Internationalen Allgemeinen Menschenrechte für 60 interessierte Bürger von Nghe An (Heimat von "Onkel Ho") abgehalten. Während des Seminars gab es immer wieder Störungen von nicht eingeladenen Leuten. Das Haus, in dem das Seminar stattfand, wurde bald von unbekannten Männern umringt. Um die Sache nicht ähnlich wie in Fall vom Rechtsanwalt Tran Thu Nam wiederholen zu lassen, hatten die Seminarteilnehmer nach Ende der Veranstaltung den Rechtsanwalt auf der Heimfahrt mit einem Taxi ein weites Stück begleitet. Als sie glaubten, die Bedrohung sei vorüber und sich umkehrten, fiel eine Gruppe maskierter Männer über den Rechtsanwalt her und misshandelt den 47-Jährigen.

Und das reichte dem Einpartei-Regime anscheinend noch nicht. Am 16.10.2015 erließ es nach einer mehrstündigen Hausdurchsuchung den Haftbefehl gegen den Menschenrechtsaktivist wegen "Propaganda gegen den Staat". Dieser Akt der Unterdrückung hat erneut für Bestürzung nicht nur bei Internationalen Menschenrechtsorganisationen sondern auch westlichen Regierungen wie die BRD und EU gesorgt. Die USA äußerten ihre ernsten Bedenken wegen der Verhaftung forderten die sofortige Freilassung des Rechtsanwalts und aller anderen Gewissengefangenen. Auch einflussreiche Politiker im US-Congress wie Lowenthal oder Bernie Ripoll von Australien und der Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Volker Kauder verurteilen die Verhaftung auf Schärfste.

Ex-Gewissenhäftling Le Cong Dinh vermutet, dass die vietnamesische Regierung die Polizei nicht mehr unter ihrer Kontrolle hat, da sie einerseits von Verbesserung der Menschenrechtslage verspricht, andererseits die Polizei gewalttätige Kriminelle einsetzen, um Demokratieaktivisten zu misshandeln. Damit werden sie niemandem Angst machen können. Das Gegenteil wird der Fall sein, fügt der Rechtsanwalt hinzu.
Merkwürdigerweise geschah die Unterdrückung nur einen Tag während des Menschenrechtsdialogs zwischen der EU und Vietnam, bei dem Rechtsanwalt Nguyen Van Dai selbst Gegenstand des Gesprächs war und am Tag der Festnahme gerade auf dem Weg zu einem Treffen mit den EU-Delegierten war. Die sich gerade in Hanoi aufhaltenden EU-Delegierten waren deshalb geschockt und schwer enttäuscht von der Nachricht. Denn anstatt den erhofften Fortschritt in Sachen Menschenrechte und Religionsfreiheit durch den diesmaligen Dialog haben sie nun genau das Gegenteil erfahren müssen. Die Festnahme von Rechtsanwalt Nguyen Van Dai stellt deshalb als ein schwerer Schlag ins Gesicht der EU-Delegierten dar.

Die Machthaber von Vietnam nehmen westliche Regierungen gerne auf den Arm, indem sie jeder Forderung der EU zustimmten, sie aber am Ende nicht weiter als leeres Versprechen dahinstellen. Und so funktioniert die Strategie des kommunistischen Regimes. Denn in 2014 versprach die Regierung Vietnams im Zuge der der Universal Periodic Review (UPR) eine Reihe von Empfehlungen u.a. eine zivilrechtliche Gesellschaft zu implementieren. Aber aus dem Versprechen ist bis heute kaum etwas zu erkennen. Eher das Gegenteil ist eingetreten. Etliche Menschenrechtsaktivisten und Blogger sind seitdem verhaftet und verschleppt. Ohne Gerichtsverfahren und ohne Kontakt zu Familienangehörigen werden sie irgendwo festgehalten, wie es im Fall von Blogger Nguyen Huu Vinh und seiner Assistentin Nguyen Thi Minh Thuy, oder von Ex-Volksarmee-Offizier Tran Anh Kim und Blogger Nguyen Dinh Ngoc.

Die Art der Misshandlungen von Menschenrechtsaktivisten durch vietnamesische Stasi wird immer brutaler. Am 21.12.2015 schüttete ein vermutlich Stasi-Mann Säure ins Gesicht des Menschenrechtsaktivisten Truong Van Dung und konnte anschließend unbehelligt fliehen. Ärzte vom Vietnam-Frankreich-Krankenhaus lehnten die Behandlung des Säuren-Opfer wegen "mangelnder Möglichkeit" ab. Die zunehmenden Gewaltanwendungen gegen Menschenrechtsaktivisten beunruhigen immer mehr auch den UN-Menschenrechtsrat. HRW setzt daher diese Art von Gewaltanwendungen gegen Menschenrechtsaktivisten mit den von Kriminellen gleich.

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Hoi An
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Anmeldungsdatum: 09.05.2012
Beiträge: 234


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BeitragVerfasst am: 12.04.2017, 06:58    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Der 12. Menschenrechtspreis vom Deutschen Richterbund (DRB) ging dies Jahr an den Menschenrechtsanwalt Nguyen Van Dai, der wegen des Vorwurfs "Propaganda gegen die sozialistische Republik Vietnam" seit 1,5 Jahren von vietnamesischen Behörden inhaftiert wurde. Die feierliche Zeremonie fand am 05.04.2017 in Anwesenheit der Bundestagsabgeordnetin Marie-Luise Dött und über 1000 Richter und Rechtsanwälte in Weimar statt.

Doch der Stuhl des Preisträgers blieb leer. Auf ihm stand symbolisch nur das Foto des ehemaligen DDR-Kontraktarbeiters. Seine Frau Vu Minh Khanh sollte für ihn den Preis entgegennehmen. Doch auf dem Flughafen teilten ihr die Behörden mit, dass sie bis 2019 das Land nicht verlassen dürfe. In letzter Minute sprang sich Herr Vu Quoc Dung ein. In seiner Dankrede verlas der Direktor von der Menschenrechtsorganisation VETO Ausschnitte aus dem Brief von Frau Khanh, den die Ehefrau des Preisträgers für diese Feier vorbereitet hatte:
"Wenn mein Mann, Rechtsanwalt Nguyen Van Dai, im Gefängnis über diese wertvolle Auszeichnung erfahren würde, würde er sich sehr freuen, weil diese internationale Anerkennung für seine Arbeit bedeutet. Heute stehe ich hier für meinen Mann aber auch stellvertretend für viele andere Vietnamesen, insbesondere unabhängige Rechtsanwälte, die sich seit vielen Jahren für Menschenrechte in Vietnam einsetzen. An diesem Tag denke ich an diejenigen, die wegen ihrer Ideale eigene Interessen opfern. Mein Mann ist nur einer von ihnen, für die Sie Ihre Aufmerksamkeit schenken."(die Anwesenden applaudierten 3 Minutenlang mit Standingovation)

Herr Dai wurde 2007 wegen des gleichen Vorwurfs bereits zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Die offizielle Preisverleihung für den inhaftierten vietnamesischen Rechtsanwalts Nguyen Van Dai fand im Schloss Bellevue statt, wo sein Vertreter vom Bundespräsident Steinmeier und seiner Gattin für die Entgegennahme des Menschenrechtspreises empfangen wurde. Im Gespräch mit Herr Vu Quoc Dung äußerte der Bundespräsident sein Bedauern, dass Frau Vu Minh Khanh nicht ausreisen durfte, um den Preis für ihren Mann entgegenzunehmen. Herr Steinmeier wünschte sich zudem mehr Fortschritte in Sachen Menschenrechte in Vietnam.

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