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 Korruption in Vietnam

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Cong_Chua87




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BeitragVerfasst am: 30.12.2011, 18:09    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Der Unterschied ist, dass den Menschen in Vietnam Hilfe zugestanden hätte, aber sie das Geld für eine bestechung nicht hatten, das sie rangenommen werden...oder früher ranegnommen werden.

Das geht für mich nicht und ist nicht mit der USA zu vergleichen...da es nicht Pflicht sondern einfach Willkür vom Arzt ist... Es darf nicht sein das eine Familie verarmt oder ein Mensch stirbt, weil er nicht das nötige "Trinkgeld" hat, obwohl er nach recht und Gesetz eigentlich wie jeder andere Patient zu behandeln ist.

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linhchi
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BeitragVerfasst am: 30.12.2011, 18:15    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Cong_Chua87 » hat folgendes geschrieben:
Der Unterschied ist, dass den Menschen in Vietnam Hilfe zugestanden hätte, aber sie das Geld für eine bestechung nicht hatten, das sie rangenommen werden...oder früher ranegnommen werden.

Das geht für mich nicht und ist nicht mit der USA zu vergleichen...da es nicht Pflicht sondern einfach Willkür vom Arzt ist...


Warum nicht mit der USA zu vergleichen kann ?. In Viet Nam zahlen die Leute früher keine Krankenversicherung , folgerich bekommen sie keine Behandlung .

Für mich das Geld , das sie an Ärzte bzw. Pfleger bestechen , ist ein Art der private Zahlung für Ihre Behandlung.

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wildgoose
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BeitragVerfasst am: 30.12.2011, 18:18    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Ich habe nicht gesagt alle ... aber die Mehrheit derer, die mir begegnen, sind so. Ergo kann man doch von einer Tendenz sprechen. Ich hab nicht die Zeit, von allen 80 Mio Vietnamesen ein Dossier anzufertigen und die Guten auszusortieren.

Und wenn die Vietnamesen nicht wollen, dass man sie unter diesen Aspekten sieht, warum verhalten sie sich dann so ???

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Cong_Chua87




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BeitragVerfasst am: 30.12.2011, 18:20    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Nochmal diese Menschen haben dort alle sich angemeldet, sonst hätten sie da nicht gewartet, was folglich bedeutet, dass sie versichert waren...sonst wären sie ja weggeschickt worden...nun kamen bei su-tu nur die schneller oder wenn überhaupt dran, die dem Arzt ein kleines boni gegeben haben.

Ich weiß nicht in welcher Welt du lebst, dass du das koreckt findest, aber normalerweise muss da eine versicherung und gesetzlich festgelegte zusatzgebühren schon vornherein klar sein...denn diese "art der privaten Zuzahlung für ihre Behandlung" ist bestimmt nicht legal

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Cong_Chua87




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BeitragVerfasst am: 30.12.2011, 18:23    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

@wildgoose

Warum diese Vietnamesen, die du kennen gelernt hast, sich so verhalten weiß ich nicht, ich weiß nur ganz sicher, dass man nie genug kennen kann um ein ganzes Volk zu verurteilen und somit nicht von "die Vietnamesen" allgemein sprechen kann und ich weiß genau, dass du es nicht haben möchtest als deutscher Nazi oder Dummer Tourist abgestempelt zu werden, nur weil ein paar Knallköppe vor dir sich fehlverhalten haben

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Courti
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BeitragVerfasst am: 30.12.2011, 18:30    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Cong_Chua87, Versicherungen, so wie wir sie aus Deutschland her kennen,
gibt es in Vietnam nicht.
Selbst der Ausländer muss für siene Behandlung zahlen,
was ein entfernter Bekannter von mir (Amerikaner) leider selbst erfahren musste:
Er starb in Nha Trang, weil er nicht genügend Geld bei sich hatte
und infolge dessen nicht gut genug behandelt wurde.
Da er in Sai Gon über genügend Bargeld verfügt
wurde ihm lediglich die Beschaffung des Geldes zum Verhängnis.

Das ganze kann man vielleicht schon mit Amerika vergleichen,
aber ist das deswegen ein Argument, dies alles gut zu heissen?

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Micha L






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BeitragVerfasst am: 30.12.2011, 18:32    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Der Kluge Ausländer hat eine Auslandskrankenversicherung, die ihm die Kosten erstattet.
So habe auch ich mal Behandlungskosten zurückbekommen.

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linhchi
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BeitragVerfasst am: 30.12.2011, 18:37    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Cong_Chua87 » hat folgendes geschrieben:
Nochmal diese Menschen haben dort alle sich angemeldet, sonst hätten sie da nicht gewartet, was folglich bedeutet, dass sie versichert waren...sonst wären sie ja weggeschickt worden...nun kamen bei su-tu nur die schneller oder wenn überhaupt dran, die dem Arzt ein kleines boni gegeben haben.

Ich weiß nicht in welcher Welt du lebst, dass du das koreckt findest, aber normalerweise muss da eine versicherung und gesetzlich festgelegte zusatzgebühren schon vornherein klar sein...denn diese "art der privaten Zuzahlung für ihre Behandlung" ist bestimmt nicht legal


Ich lebe auf diese ERDE:

1/- In Deutschland :

- private Patient sofort behandeln , keine Wartezeit ( Operation Termin, Chefarzt Behandlung , teuere Medikamente , Einzelnzimmer )
- gesetzliche Patient: Wartezeit bei Hausarzt circa. 1 Stunde , bei Hautarzt circa. 3 Monate , Operation Termin nach Wartezeit , Zweibettzimmer

2/- In Viet Nam:

- Gibt es früher ( bis 1974 in Süd Viet Nam ) keine pflichtige Krankenversicherung . Alle Behandlung / Medikamentkosten wird bar bezahlt . Es gibt eine kostenlose Behandlung für Armen ( nhà thuong thí) , dort wird auf sterben gepflegt.

- ab 2010 oder 2011 ( genau Datum kann ich nicht nennen ) pflichtige Krankenversicherung parallel dazu kostenlose Behandlung für Armen. In Privat Klinik in Saigon bzw. Ha Noi bar zahlen , sofort behandlen

Das Verhältnis in Deutschland ist nicht übertragbar zu vietnamesischen Verhältnis .

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Courti
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BeitragVerfasst am: 30.12.2011, 19:34    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« micha L » hat folgendes geschrieben:
So habe auch ich mal Behandlungskosten zurückbekommen.

Das ist es ja, die Behandlungskosten zurückbekommen.
Aber wenn du keinen Vorschuss geben kannst,
dann hilft dir oft auch deine Auslandskrankenkasse nicht.

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linhchi
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BeitragVerfasst am: 30.12.2011, 19:43    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Courti » hat folgendes geschrieben:
Cong_Chua87, Versicherungen, so wie wir sie aus Deutschland her kennen,
gibt es in Vietnam nicht.
Selbst der Ausländer muss für siene Behandlung zahlen,
was ein entfernter Bekannter von mir (Amerikaner) leider selbst erfahren musste:
Er starb in Nha Trang, weil er nicht genügend Geld bei sich hatte
und infolge dessen nicht gut genug behandelt wurde.
Da er in Sai Gon über genügend Bargeld verfügt
wurde ihm lediglich die Beschaffung des Geldes zum Verhängnis.

Das ganze kann man vielleicht schon mit Amerika vergleichen,
aber ist das deswegen ein Argument, dies alles gut zu heissen?


Jedes Land hat sein eigenes System . USA , Australien und UK hat ein anderes System als Deutschland . Viet Nam hat auch anderes System als Deutschland . Viet Nam muss nicht nach Deutschland richten.

Ich bin nur gespannt, wie lang hält dieses deutsches System noch.

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linhchi
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BeitragVerfasst am: 30.12.2011, 19:57    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

@Courti

Zitat:
Da er in Sai Gon über genügend Bargeld verfügt
wurde ihm lediglich die Beschaffung des Geldes zum Verhängnis


oben habe ich nicht verstanden . Er hat genug Bargeld , warum muss er sterben.

Eine Bekanntin vor mir hatte in Saigon einen Schenkelhals Bruch erlitten , sie wurde am nächsten Tag mit ADAC nach Düsseldorf geflogen und dort operiert wurde.

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Courti
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BeitragVerfasst am: 30.12.2011, 20:09    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Er hatte sein Geld immer aus Sai Gon, in Nha Trang hatte er nicht genug bei sich.
Die Behandlung hätte aber in Nha Trang erfolgen müssen,
da er sich zum Zeitpunkt seines Todes, bzw. kurz davor, in Nha Trang aufhielt.

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linhchi
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BeitragVerfasst am: 30.12.2011, 20:21    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Oh, das ist Schicksal .

Es kann auch passieren , wenn man an Mekong Delta Ausfug macht und ist plötzlich krank , das Geld liegt aber im Konto in Deutschland oder in Saigon/Hanoi .

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su-tu




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BeitragVerfasst am: 30.12.2011, 22:14    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Ich finde man kann da schon ganz gut einen Vergleich mit den USA ziehen.

Da ist die selbe kaltschnäutzigkeit vorhanden.

Vermutlich wäre sie das aber überall auf der Welt.

In Deutschland besteht derzeit lediglich ein Unterschied, weil sich die Ärzte sicher sein können, dass die Kosten am Ende von irgendeiner Stelle übernommen werden.

Aber selbst dort, wandelt sich langsam das Blatt.

Ich kann mich noch gut erinnern, als ich damals so sterbenskrank war und die Chemo bekommen habe, gab es so unglaublich teure Spritzen, die den Körper, nach jeder verabreichten Chemo wieder aufgebaut haben.
Eine solche Spritze hat irgendwie so um die 3-500 gekostet.
4-5 Stück hatte ich dann davon immer.
Also einige Tausender sind dann da pro Chemo an Zusatzkosten bei mir entstanden.
Dafür war ich aber während der Chemo, die meiste Zeit fit wie ein Turnschuh!
Worauf ich aber hinaus will ist, dass ich die einzige der Patienten auf der Chemoabteilung war, die diese Spritzen gekriegt hat und deswegen auch die einzige, von einer ganzen Zahl Behandelter, der es vergleichsweise gut ging.
Das war vor rund 10 Jahren und zu dieser Zeit, hat eine Chemotherapie wohlgemerkt, eigentlich noch gut reingehaun.
Also nicht vom Behandlungserfolg her, sondern von den Nebenwirkungen.
Die wären eigentlich, enorm gewesen.

Warum das so war? Meine Krankenkasse, hatte entschieden, die Kosten aufgrund meines, noch so jungen Alters vollständig zu übernehmen.
Sämtliche andere Patienten, sind nicht in diesen Genuss gekommen, da deren Krankenkassen davon ausgegangen sind, dass solche "Aufbaupreperate", die die schrecklichen Nebenwirkungen lindern und somit einen enormen Gewinn an Lebensqualität bringen, keine "notwendige" Kostenausgabe sind.

Wegen Geld, dass der Patient selbst ja in die Kasse zahlt, dass die Kasse aber hinterher nicht für einen ausgeben möchte, ergo nicht ausgegeben hat, ging es mir damals besser, als dem ganzen Rest!

Die Ärzte übernehmen da natürlich auch nicht die Kosten für einen.

Wir sprechen hier allerdings "lediglich" von einer Gesamtsumme, von vielleicht 20 Tausend am Schluss oder so.

Wie würde es dann also z.B. bei einer lebensrettenden OP, oder anderen lebensrettenden Behandlungsmethode aussehen, wo die Kosten die Summe von 20.000 weit übersteigen?!

Da würde sich doch dann also selbst in Deutschland keiner die Hände für schmutzig machen, wenn er weiss, er wird das Geld niemals im Leben zu Gesicht bekommen.

Das würde dann schon bei einer simplen Medizin für einen belanglosen Schnupfen, oder beispielsweise dem einfachen Röngten losgehen..
Kann man selbst, oder die KV für einen, die Kosten nicht entrichten, müsste der behandelnde Arzt die Kosten für einen übernehmen.
Denn abgerechnet würde in jedem Falle, nach Ausgabe von Medikamenten oder der Nutzung eines Gerätes wie beim Röngten.
Die Kosten würden also hinterher am Arzt hängenbleiben.
Selbst ein Deutscher Arzt, würde das vermutich nicht mehr als einmal tun.
In Vietnam, wären solche "Kostenübernahmen" durch den Arzt, der einen behandelt dann aber, durch die verstärkte Armut in weiten Teilen der Bevölkerung des Landes, dann doch die Regel..

Gäbe es in D die KV nicht, die im Normalfall die Kosten trägt, gäbe es mit Sicherheit in kürze auch keinen Unterschied mehr, im Verhalten deutscher und vietnamesischer Ärzte.

Da kann man dann den Vergleich USA gut anwenden.
Die USA wären ja sogesehen auch der hochentwickelte, "zivilisierte" Industriestaat, der aber seinen Patienten, im Fall der Fälle, die Behandlung verweigert.

Ich denke, als Arzt in Vietnam "muss" man diese kaltschnäuzigkeit entwickeln.
Man kann nicht für alle aufkommen.
Wo würde man also Abstriche machen? Wo anfangen und wo aufhören? Würde man einmal damit beginnen, wäre es ein Fass ohne Boden.

Zu dem, was Cong Chua gesagt hat, dass das aber nicht angehen kann, weil die Leute ja "eigentlich" doch versichert wären, kommt dann eben das Problem, mit den zu niedrigen Gehältern.
Die Bestechung, ist so gesehen fast schon miteinkalkuliert.
Ohne käme wohl auch ein Arzt, schwerlich über die Runden.

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BeitragVerfasst am: 30.12.2011, 23:29    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Naja, du musst schon auch im Blick behalten,
dass die Krankenkassen wirtschaftlich arbeiten müssen.
Es kann nicht jede Behandlung bezahlt werden,
nicht immer nur das Beste Medikament ausgegeben werden.
Das Beispiel deiner Chemo ist doch da ganz gut.
Was wäre denn, wenn die Krankenkasse hier nicht selektiert?
Sie wäre bald Pleite oder müsste die Beiträge erhöhen,
wodurch Mitglieder die Kasse wechseln und am Ende doch weniger Geld da ist.......
Wenn es hart auf hart kommt,
muss man auch mal jemanden sterben lassen können,
weil die Kosten für eine Behandlung auch für die Allgemeinheit sprich die Krankenkasse zu hoch sind.

Einerseits ist dieses Entscheiden - dieses Abwägen von Menschenleben höchst unmoralisch,
andrerseits ist es aber auch total unmoralisch, solche Entscheidungen nicht zu treffen.

Was ich an vietnamesischen Krankenhäusern oder an Bestechung kritisiere ist,
dass eine solche Entscheidung zu leicht und - wie Wildgoose es nennt - zu arrogant gefällt wird.
Auch und gerade weil hier eben jeder für sich selbst sorgen muss.

Aber auch als vietnamesischer Arzt kann man einmal am Tag ehrenamtlich arbeiten, selbst wenn nicht bezahlt wird.
Deine Ausführungen vorher su-tu:
Das Baby mit dem Fieber... Ich denke die 10 Minuten Beratung für die Mutter hätten dem Arzt nicht wehgetan
und du sagtest ja selbst, der Arzt hat vermutlich den Rest vom Tag nicht mehr gearbeitet.

Etwas anderes sind Arzneimittel - da gibt es kein ehrenamtlich, die müssen bezahlt werden.
Da kann man nicht immer den barmherzigen Samariter spielen,
weil die Kosten einfach zu hoch sein können.
Genauso unmöglich ist es das Hungerproblem der Erde zu lösen - wo soll man da anfangen?
Wie ich oben bereits erwähnte, könnte man das einerseits als höchst unmoralisch ansehen.
Andrerseits könnte gerade das wirtschaftliche "auswählen" als geboten gelten.
Ich schiebe den schwarzen Peter weiter:
Wie kann es sein, dass die Pharmaindustrie einen Großteil ihrer Ausgaben in Werbung investiert.
Wir sprechen hier nicht von nur "30%", sondern von Anteilen jenseits der 50%.
Wieso macht man nicht stattdessen die Medikamente um 50% billiger,
damit es sich mehr Menschen leisten können?

Übrigens (1), bezogen auf Pharmaunternehmen hat uns Europäern Amerika etwas voraus:
Hierzulande entscheiden die Unternehmen selbst,
welche Studien sie veröffentlichen.
D. h. zu einem Medikament werden 5 Studien gemacht,
von denen 4 gegen das Medikament und nur eine für das Medikament sprechen.
Veröffentlicht wird nur die positive, was völlig legal ist.
In Amerika müssen auch die 4 anderen vorgelegt werden.
Aber das nur am Rande...

Übrigens (2), mein Arzt in Deutschland hat mich eine Woche vor Weihnachten behandelt,
obwohl er weiss, dass diese Behandlung meine Kasse nicht unternimmt
und das wiederum obwohl ich das erste mal bei ihm in Behandlung war.
Eine Rechnung werde ich dafür nicht erhalten.

Edit: Bei soviel Offtopik habe ich die Aussage lieder mal hervorgehoben

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