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 Investieren in Vietnam

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AndyNguyen




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BeitragVerfasst am: 20.02.2012, 09:04    Investieren in Vietnam Antworten mit ZitatNach oben

Sie wurden ja bereits in mehreren Threads angesprochen die Themen: Leben und /oder Investizionen in Vietnam. Auch haben wir in einem Thread festgestellt, dass der Auslandsrentnertross sich wohl auf dem Weg aus Thailand heraus, zumindest nach Kambodscha, vielleicht aber auch in Richtung VN befindet.

In einem der letzten Themen "Würstchenbudenthread", ging es um die Herstellung von dt. Bratwürstchen in Saigon.

Wer nun sein verdientes Geld oder seine Rente in SO Asien anlegen oder investieren will, der sollte sich zumindest mit den möglichen Gefahren auseinadersetzen und sich die Frage stellen, will ich das Geld inverstieren oder versenken? Dazu gehören dann u.a. die folgenden, zumindest theoretischen, Überlegungen?

Wie sieht das dortige Rechtssystem aus? Wie schätze ich meine Cancen ein in einem Rechsstreit mit dortigen Partnern ode gar mit Behörden.

An welchem Punkt meiner dortigen Existenzgründung treffe ich auf staatliche Korruption und wie soll ich mich dann verhalten?

Ich habe mir diese Fragen, in Bezug auf VN, nie stellen müssen, denn ich habe nicht vor, dort zu inverstieren. In Thailand habe ich es hiner mich gebracht. Zu beiden Ländern gibt es neuere Informationen des FAFT.

Financial Action Task Force: Diese Organisation setzt sich zusammen aus Regierungsmitgliedern verschiedener Staaten und Wirtschaftfachleuten, die das Risiko von Investionen in Ländern bewerten. Kriterien sind u.a.
    das Rechtssystem
    innere, politische Stabilität
    Staatskorruption
    Geldwäsche


Thailand wurde gerade (gestern) wieder in die Kategorie "Hochrisikoland" eigestuft. Für Vietnam gibt es einen Bericht vom 16.02.2012, der ach nicht unbedingt schmeichelhaft ist. Der Foukus des Berichtes liegt diesmal auf der Rechtsstruktur. Bemängelt wird u.a., dass es Vietnam noch immer nicht gelungen ist, vernünftige Strukturen zu schaffen, wenn z.B. eine natürliche Person gegen eine juristische Person zu Felde zieht. Juristische Personen sind u.a. Körperschaften, Verwaltungen, staatlich Organisationen und dergl.

Quelle:
http://www.fatf-gafi.org/document/49/0,3746,en_32250379_32236992_49694961_1_1_1_1,00.html

Der Bericht über VN befindet im unteren Drittel der Seite.

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Tkn84
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BeitragVerfasst am: 20.02.2012, 22:36    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Ein Freund von mir, Deutscher - seit fünf Jahren verheiratet mit einer Vietnamesin, hat ein Grundstück gekauft und ein Haus darauf gebaut.

Gleichzeitig gibt es auf einer vietnamesischen Bank Kapital, das monatlich Zinsen abwirft.

Als ich einem Bekannten davon erzählte, der sich damit eher auskannte, bekam ich fast einen Schock. Er sagte, dass er es unsicher findet - aus der Sicht des Deutschen.

Im Falle einer Scheidung (nein, das Paar ist davon ganz weit entfernt) wird alles der Frau zugesprochen, bzw. muss aufgrund der Gesetzlage bereits der Frau gehören, da Ausländer nicht mal eben ein Konto eröffnen können und Grundstück erwerben dürfen. Da gebe es auch keine Möglichkeiten einer verbindlichen Regelung, den Besitz im Falle einer Scheidung aufzuteilen.

Ist das wahr?

Es besteht kein akuter Notfall, aber ich lese mich in so was gerne rein.

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1959
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BeitragVerfasst am: 20.02.2012, 23:23    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hmm, ich habe auch ein Bankkonto in Vietnam?

Wüsste nicht, warum das nun wem anderes zugesprochen werden sollte (und ich bin bis dato mit niemandem in Vietnam verwandt oder verschwägert)?

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Tkn84
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BeitragVerfasst am: 20.02.2012, 23:26    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Es kann sein, dass mein Bekannter durch die Heirat das Recht auf ein vietnamesisches Konto bekam. Auch wenn sein Wohnsitz Deutschland ist, und er eigentlich "nur als" Tourist in Vietnam unterwegs ist. Ich bin mir nicht sicher. Möglicherweise ist das Konto ohnehin auf seine Frau eingetragen. Das habe ich bisher nicht erfragt.

Ich weiß nur, ich könnte als Tourist, mit deutschem Pass, usw. kein Konto in Vietnam eröffnen. Wie kam es bei dir zum Konto?

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1959
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BeitragVerfasst am: 20.02.2012, 23:30    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Als Tourist mit deutschem Pass^^
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Cathrin
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BeitragVerfasst am: 20.02.2012, 23:31    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Selbstverstaendlich kann man als Auslaender in Vietnam ein Konto eroeffnen. Das geht sogar recht unkompliziert. Ein Grundstueck koennen aber Auslaender nicht erwerben. Das wird mit Sicherheit der Frau deines Freundes oder jemandem aus ihrer Familie gehoeren.
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Tkn84
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BeitragVerfasst am: 20.02.2012, 23:32    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Ok, dann wurde ich falsch informiert. Danke!
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Courti
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BeitragVerfasst am: 20.02.2012, 23:37    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Cathrin » hat folgendes geschrieben:
Ein Grundstueck koennen aber Auslaender nicht erwerben. Das wird mit Sicherheit der Frau deines Freundes oder jemandem aus ihrer Familie gehoeren.

Thomas W ist da wohl ein, wenn auch seltenes, Gegenbeispiel,
wie wir hier nachlesen können.

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Catinat
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BeitragVerfasst am: 21.02.2012, 04:54    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Courti, was Du als “Gegenbeispiel” auffuehrst , ist doch keins. Ich lese das aus dem Beitrag nicht heraus. Ohne einen Vietnamesen oder eine Vietnamesin an Deiner Seite oder in Deiner Geschaeftsgruppe bekommst Du kein “Rotes Buch” . Und darin wird nie der Name eines Deutschen stehen.

Juristisch muss man noch unterscheiden zwischen “Besitz” oder “Eigentum”. Zwischen Besitzer oder Eigentuemer.
Man kann etwas "besitzen", also Besitzer sein, ohne Eigentuemer zu sein.

Folge : Erbrechtlich hat der Auslaender nicht die geringste Chance.
So einfach ist das nicht.

Gruesse, Catinat

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thocon
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BeitragVerfasst am: 21.02.2012, 06:58    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Ich vertraune in Vn keinen und da Investieren nein danke .und wenn man da in VN Investieren muss man tache vor geld zum schmieren oder man hat grosse beziehung in Kommunistische Partei zur haben ...
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Bhadresvaravarman






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BeitragVerfasst am: 21.02.2012, 07:01    Investition? Eher Spende... Antworten mit ZitatNach oben

In Vietnam zu investieren heißt für mich eigentlich nichts anderes als spenden oder schenken...

Klar, man kann Geld investieren und eine kleine eigene Firma gründen. Und wenn man Pech hat, ist die dann so schnell weg wie man sie gegründet hat. Persönlich habe ich diese tolle Erfahrung ja auch schon gemacht, mit meinem eigenen, neuen Motorrad. Das durfte ja auch nicht auf meinen Namen laufen...In Hoi An gibt es genug Fälle, in denen Ausländer Kapitalgeber waren und dann plötzlich, als es gut lief, nicht mehr in ihr "eigenes" Geschäft rein kamen. Ich investiere in Vietnam nur so viel wie ich persönlich für mich und meine engsten Freunde benötige.

Neulich hat mich ein Vietnamese mal wieder gefragt, warum ich kein Auto kaufe? Warum? Es gehört mir ja eh nicht. Ratet mal wie lange ich mein Auto benützen dürfte? Geht übrigens nicht gegen Vietnamesen, so ist halt das Gesetz. In Deutschland ist es ja genauso. Deswegen bewahrt man ja den Fahrzeugbrief auch nicht im Auto auf...

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AndyNguyen




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BeitragVerfasst am: 21.02.2012, 07:18    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Nun kann der Erwerb eines Grundstücks zwar auch eine Investition sein, eine Geldausgabe ist ja ohnehin, ich dachte aber mehr an Firmengründungen. In welcher vn Rechtsform auch immer.

Bei der Frage des Erbrechts scheinen die asiatischen Staaten voneinader abgeschrieben zu haben und unterscheiden sich da nur in Nuancen. In Thailand kann der Ausländer zwar ein Haus erwerben und Eigentümer sein, nicht aber das Land auf dem das Haus steht. Ich habe die häufigste Lösung gewählt und einen Pachtvertrag über 90 Jahre mit einer monatlichen Pacht von 1 Bath gewählt. da ich dort nun nicht mehr lebe, vermiete ich das Haus.

Die Kontoeröffnung in VN dauerte ca. 40 Minuten, die Wartezeit wurde sehr höflich mit viel Tee und guter Beratung überbrückt. Es gab, in dem Jahr, selten Momente in denen ich zufriedener war als mit dieser Serviceleistung. Wenn ich das nochmals in einer deutschen Bank erleben darf, gehe ich wieder in die Kirche und glaube an Gott. Lachen

Alle wie, die wir hier posten sind ja nicht unbedingt "Global player", sondern bestensfalls Mittelständler oder Kleininvestoren. Die großen wie Siemens, Mercedes uvm. haben auch selten das Problem sich mit Rechtssystemen rumärgern zu müssen, denn allein aufgrund ihres Namens stehen sie unter dem Schutz des Staates und profitieren eventuell sogar von der Staatskorruption. Die haben dann bestenfalls Urheberrechtsprobleme.

Nur wenn jemand wie wir, mit wenig Investitionskapital in diesen Ländern aufschlägt, dann haben wir nur "einen Schuss", denn Reserven sind ja meist nicht vorhanden. Und wenn ich dann weder die Sprache noch die örtlichen Gegebenheiten kenne, und erst nach der Ankunft beginne, mich in einem Internetforum zu informieren Mit den Augen rollen , dann stellt sich doch die Frage nach der Wahrscheinlichkeit des Erfolges. Wenn ich dann noch auf eine Justiz treffe, die das Wort "unabhängig" nicht kennt, dann kann das Fazit doch nur lauten...Finger weg von Investitionen in solchen Ländern.

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Courti
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BeitragVerfasst am: 21.02.2012, 09:12    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Catinat » hat folgendes geschrieben:
Courti, was Du als “Gegenbeispiel” auffuehrst , ist doch keins. Ich lese das aus dem Beitrag nicht heraus. Ohne einen Vietnamesen oder eine Vietnamesin an Deiner Seite oder in Deiner Geschaeftsgruppe bekommst Du kein “Rotes Buch” . Und darin wird nie der Name eines Deutschen stehen.

Juristisch muss man noch unterscheiden zwischen “Besitz” oder “Eigentum”. Zwischen Besitzer oder Eigentuemer.
Man kann etwas "besitzen", also Besitzer sein, ohne Eigentuemer zu sein.

Folge : Erbrechtlich hat der Auslaender nicht die geringste Chance.
So einfach ist das nicht.

Gruesse, Catinat

Ich kenne mich da wirklich nicht aus
und kann nur das wiedergeben,
was Thomas W geschrieben hat:
« Thomas W » hat folgendes geschrieben:
Wenn nun an einem schönen Morgen meine Frau aufwachen sollte und sagt: "schön war es die letzten 6 Jahre hier aber ich habe jetzt einen "neuen" und du kannst jetzt gehen". In diesem Moment wird ihr dann das erste mal bewusst werden das sie zusammenpacken und Ausziehen muss.

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