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 Situation von Bloggern in Vietnam

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Hoi An
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Anmeldungsdatum: 09.05.2012
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BeitragVerfasst am: 31.10.2013, 17:09    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Erneut ist ein Blogger nach einem Seminar im Ausland beim Wiedereinreisen von der Stasi festgenommen worden. Mit der Maschine VN612 war Blogger Nguyen Lan Thang gegen 22:15 des 30.10. am Flughafen Noi Bai gelandet. Er hat zuvor an einem Seminar über "Zivilgesellschaft in Philippinen" von der NGO "Asian Bridge" teilgenommen. Nach der Landung war der Kontakt mit ihm abgebrochen. Zuvor erhielt ein befreundeter Blogger von seinem Handy die SMS-Nachricht "Ich bin verhaftet".

Nguyen Lan Thang hatte mit seiner Festnahme gerechnet und diese vor dem Abflug aus Manila in diesem Video angekündigt. Denn es hatte auch Festnahmen (Bericht in Englisch mit Fotos) bei den Bloggern, die ebenfalls wie er an dem Seminar teilgenommen haben und vor ihm zurückgekehrt waren, gegeben. Sie alle haben eines gemeinsam, Mitglieder des Netzwerks vietnameischer Blogger (NVB), die vor wenigen Monaten bei UN-Institutionen und internationalen Menschenrechtsorganisationen in Thailand, aber auch Vertretungen westlicher Länder in Hanoi die "Erklärung 258" überreicht hatten. Diese Blogger haben zuletzt im September sich mit Vertretern einer EU-Delegation, die im Rahmen eines Menschenrechtsdialogs nach Hanoi gekommen waren, getroffen.

Blogger Nguyen Lan Thang ist auch ein Menschenrechtsaktivist, bekannt mit seinen Video-Aufnahmen und Fotos von Bauernprotest, Demonstrationen gegen China. Er benutzt die sozialen Netzwerke zur Veröffentlichung seiner Arbeit. Wie wichtig die sozialen Netzwerke im Kampf für die Demokratie hat er sehr ausführlich in einem Video (mit englischem Untertitel) geschildert.

Etwa 30 Blogger sind noch am selben Abend zum Flughafen gekommen, um seine Freilassung (Bericht in Englisch mit Fotos) zu fordern.

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Hoi An
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Anmeldungsdatum: 09.05.2012
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BeitragVerfasst am: 13.12.2013, 17:08    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Vietnam ist aufgrund seiner Kandidatur zum Mitglied des UN-Menschenrechtsrats (UNHRC) gewählt worden. Doch scheint das neue Mitglied sich gar nicht erfreut über seinen Status. Denn es hat bis heute weder eine Feier zu diesem Anlass noch irgendwelche Aktivitäten zum Weltmenschenrechtstag (10.12.) gegeben. Das Gegenteil war hier der Fall. Diejenigen, die diesen Tag feiern wollten, haben die volle Härte der Polizeigewalt erfahren müssen. (Berichte in Englisch)

In Hanoi hatten sich Mitglieder des Vietnamesischen Blogger Netzwerks (VBN) am 08.12. im Park Thong Nhat versammelt, um Luftballons mit der Aufschrift "Unsere Menschenrechte müssen beschützt werden" aufsteigen zu lassen. Ihre Aktion wurde jedoch von Dutzenden sogenannte "soziale Ordnungshütter" (ZOH) gestört. Die Luftballons wurden von diesen ZOH eingesammelt und vor Ort zerstört (Fotos). Die Aktivisten wurden angepöbelt. Schlimmer noch, ein ranghoher Polizeileutnant namens Nguyễn Vũ Huy riss plötzlich den Rucksack vom Aktivist Phạm Minh Vũ aus dem Leib und rannte weg. Das Opfer lief hinter ihm her und schrie "Dieb! Dieb!". Eine andere Aktivistin versuchte den Polizeileutnant aufzuhalten und rief "Gib den Rucksack von meinem Freund zurück". Doch der Polizeileutnant flüchtete weiter mit dem Rucksack durch den Verkehr zu seinem Wagen. Im Wagen sicher angekommen fragte dieser sein Opfer: "Welcher Rucksack denn? Ich habe keinen Rucksack gesehen". Anschließend räumten die herumstehenden ZOH den Fluchtweg für den Polizeileutnant frei. (siehe Video)

In Saigon haben Mitglieder des VBN anlässlich des Weltmenschenrechtstags (10.12.) ähnliche Aktion im Park "23. Sept" veranstaltet. Als die jungen Leute die Broschüren "Erklärung der Internationalen Menschenrechte" und Luftballons mit der Aufschrift "Unsere Menschenrechte müssen beschützt werden" verteilten, wurden sie von den ZOH massiv gestört. Die Störer hatten Mitglieder des VBN bei dieser Aktion aufgelauert und Zack rissen mit Gewalt den Aktivisten die Broschüren aus der Hand und flüchteten (siehe Video). Die Broschüren landeten anschließend zerrissen im Mülleimer. Einer der (Zer)störer wurde von Bloggern später auf seinem Facebook identifiziert. Sein Name ist Nguyễn Tuấn Anh und ist Mitglied der kommunistischen Jugendorganisation Ho-Chi-Minh-Stadt, zuständig für Propaganda. Dieser soll angeblich eine Zeit lang an der City College of San Francisco USA auf Associate Degree studiert haben und während dieser Zeit die Funktion "Leiter der vietnamesischen USA-Studenten" innehatte. Tuan rechtfertigte auf seinem Facebook, welches inzwischen geschlossen ist, für seine Handlung: "Diese Aktion war illegal, weil sie nicht von Behörden genehmigt wurde. So etwas würde auch in anderen Ländern verboten". Um zu stören, haben die ZOH auch so etwas wie "Stinkbombe" auf die Aktivisten geschleudert.

In Saigon hatten Dutzende Polizisten und weibliche ZOH schon am Abend des 09.10. die Wohnung von Bloggerin Hoang Vi belagert. Als Hoang Vi am 10.12. zu der Veranstaltung gehen wollte, wurde sie von der Masse zurückgedrängt. Und als die IFEX-Preisträgerin gegen diese Unterdrückung protestierte, wurde sie heftig gezerrt, geschlagen und am Bein übel verletzt. Auch Bloggerin Mẹ Nấm mit ihrem 13 Monate alten schreienden Sohn blieb bei dieser Attacke nicht verschont. (siehe Video). Die Polizisten sperrten anschließend die Aktivistin des VBN in ihrem Haus ein, in dem sie das Haus mit ihrem mitgebrachten Schloss von außen verschlossen. Als andere Blogger zur Hilfe herbei eilten, wurden sie ebenfalls misshandelt. Es folgte die Festnahme von Trần Hoàng Hận. Auf Revier wurde er zusammengeschlagen. Wenige Stunden später ließen sie ihn klammheimlich an einem Straßenrand ab. Von dort begab Trần Hoàng Hận sich wegen seiner Verletzungen in ein Krankenhaus. (siehe Fotos).

Anlässlich der 1-Jährigen Gründung der Organisation Vietnamesisches Blogger Netzwerk haben die Mitglieder in einem Cafe in Hanoi getroffen. Zu dem Treffen kam ein prominenter Gast von der Universität Hong Kong Jonathan D. London. Der Vietnam-Wissenschaftler hat auf diesem Treffen eine kurze Rede gehalten. In Saigon wurde das Treffen einer vietnamesischen Menschenrechtsgruppe in der Pagode Giác Hoa von ZOH jedoch aufgelöst.

Zum Anlass des Weltmenschenrechtstags (10.12.2013) haben Botschafter/in von Deutschland, Großbritannien und USA die vietnamesische Regierung aufgefordert, sich an die internationalen Menschenrechtsverträge zu halten und diejenigen Bürger freizulassen, die ihre Meinung friedlich geäußert hatten.

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Hoi An
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BeitragVerfasst am: 26.12.2013, 23:51    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Nach der Aktion zum Ehren des Weltmenschenrechtstags durch Verteilen von Broschüren über die Allgemeine Internationale Menschenrechte und von Luftballons mit der Aufschrift “Unsere Menscherechte müssen beschützt werden” erhalten nun zahlreiche Mitglieder des Vietnamesischen Blogger Netzwerks (VBN) Reiseverbot ins Ausland. Bloggerinnen Nguyễn Ngọc Như Quỳnh und Nguyễn Hoàng Vi, die von den so genannten Sozialen Ordnungshüttern (SOH) am Tag der Menschenrechte (10.12.) in ihrem Appartment misshandelt wurden, wurden Reisedokumente am Flughafen beschlagnahmt. (Bericht in Englisch)

Das gleiche passierte mit Blogger Châu Văn Thi und Bloggerin Nguyễn Thảo Chi, als die beiden am 13.12.2013 nach Kambotscha reisten und die Grenzkontrolle Moc Bai (Provinz Tay Ninh) passieren wollten. Inzwischen tauchte ein weiteres Video auf, auf dem Blogger Chau Van Thi bei der Aktion zum Ehren des Weltmenschenrechtstags von einem Stasi-Mitarbeiter grundlos von hinten angegriffen wurde: Am Abend Weltmenschenrechtstags sitzen Mitglieder des BVN im Park 21. Sept. gerade im Kreis, um die Allgemeinen Internationalen Menschenrechte, vorgelesen von Bloggerin Bùi Thị Nhung, anzuhören. Als Blogger Châu Văn Thi dabei war, einen Anruf auf seinem Handy entgegen zu nehmen, lief ein Stasimann von hinten auf ihn zu, schrie: 'DM (ein sehr übeles Schimpfwort im Vietnamesichen), warum hat du mich fotographiert!', und haute mit Fäusten ins Gesicht und Kopf von Châu Văn Thi, auch als dieser bereits am Boden lag. Kurz später ging Blogger Hoàng Dũng auf den Stasimann zu, um ihn zu bitten, die Leute in Ruhe zu lassen. Aber anstatt mit Worten erwiederte der Stasimann Blogger Hoàng Dũng mit Fäusten. Derselbe Stasimann hatte zuvor die Brille vom Blogger Châu Văn Thi, der dabei war, die Luftballons zu verteilen, mit einer Faustbieb kaputt geschlagen.

Auch Bloggerin Đào Trang Loan, eine der Mitglieder vom VBN, die von ranghohen Vertretern der Deutschen Botschaft in Hanoi zur Überreichung der Erklärung der Vietnamesischen Blogger Vietnams empfangen wurden, wurde am 15.12. kurz vor dem Abflug nach Thailand die Reise untersagt. Nach einem halben Tag Verhör mit üblen Beschimpfung und Beleidigung durch Flughafen-Stasi kam sie frei.

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Hoi An
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BeitragVerfasst am: 28.03.2014, 17:00    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Nachdem die erste Diskussion am 01.03. in Saigon über die Einschränkung der Reisefreiheit von Bloggern ohne Zwischenfall erfolgreich verlaufen war, hat die Organisation Netzwerk Vietnameischer Blogger die 2. Runde[/URL] am 20.03. in Hanoi veranstaltet. Ca. 20 Bloggern hatten an der 1. Diskussion teilgenommen, darunter auch die Betroffenen selbst wie Huỳnh Ngọc Chênh, ehemaliger Mitarbeiter der Zeitung Thanh Niên (Jugend) und Journalist Dr. Phạm Chí Dũng (seine Reise nach Genf zum UPR wurde gehindert) sowie zwei Journalistinnen aus Schweden und Norwegen. Das NVB hatte auch Vertreter der Abteilung PA72 für Migration und PA76 für Sicherheit zu dieser Diskussionsrunde eingeladen. Ihre Stühle blieben bis Ende der Veranstaltung jedoch nicht besetzt. Stattdessen saßen mehrere Stasi-Männer am Nebentisch und beobachteten die Diskussion der 20 Teilnehmer.

Bei der Diskussion vom 20.03. in Hanoi waren keine ausländischen Journalisten dabei, dafür aber Botschaftsdiplomaten von Australien, Schweden, Deutschland und der EU. Auch diesmal sind Vertreter der beiden Abteilungen PA72 und PA76 trotz Einladung wieder nicht zu diesem Treffen gekommen. Urspünglich war die Diskussion in einem Coffee-Shop geplant, musste jedoch vor dem Eingangstür des Coffee-Shop stattfinden, da an diesem Tag die Betreiber des Geschäfts Renovierungsarbeiten durchführen mussten. Die ca. 30 Teilnehmer, darunter auch Persönlichkeiten wie Dr. Nguyen Quang A, Professor Chu Hao, Mr Nguyen Hoang Duc, führten daraufhin die Diskussion mit Englisch-Übersetzung durch. Nach der Begrüßungsrede durch Bloggerin Me Nam und Blogger Nguyen Ho Nhat Thanh stellten ausländische Diplomaten die Situation in ihrem Land dar. Herr Schwarz erzählt z.B. wann in Deutschland jemand den Reisepass entzogen wird sowie seine Erfahrung über Reiseeinschränkung während der deutschen Teilung. Ausführlicher Bericht (in Englisch) von der Diskussion kann hier nachgelesen bzw. angeschaut werden.

Im Gegensatz zur der Diskussion in Saigon gab es diesmal einen Zwischenfall. Blogger Trinh Anh Tuan wurde auf dem Nachhauseweg von unbekannten brutal zusammengeschlagen.

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BeitragVerfasst am: 30.07.2014, 11:25    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Die australische Botschaft in Hanoi veranstaltete am heutigen Tag zusammen mit den Botschaften von EU, Kanada, Schweiz, USA und Neu-Seeland die Konferenz mit dem Thema "Nichtstaatliche Medien im heutigen Vietnam". Australien hatte im Zuge der Universellen regelmäßigen Menschenrechtsüberprüfung (UPR) von Vietnam im Januar 2014 in Genf die freie Meinungsäußerung empfohlen. Diese Empfehlung (von insgesamt 227, 45 abgelehnt) wurde in der 2. UPR-Sitzung im Juni 2014 von der vietnamesischen Delegation angenommen.

Mehrere vietnamesischen Blogger und Aktivisten waren zu dieser Konferenz eingeladen. Doch nicht alle konnten der Einladung folgen, weil sie entweder vom massiven Polizeiaufgebot verhindert oder terrorisiert wurden.

Die bekannte Bloggerin Me Nam aus Nha Trang wurde gestern noch auf der Fahrt zum Flughafen Khanh Hoa zur Teilnahme an der Konferenz in die Hauptstadt aus dem Auto gezerrt, verschleppt und 9 Stunden auf einem Polizeirevier verhört. Ihr schriftlicher Berichtsbeitrag konnte dennoch auf der Konferenz verlesen werden.

Hanoi-Polizisten hatten versucht, mit Gewalt das Motelzimmer von Frau Thuy Nga und Frau Huynh Phuong Ngoc aufzubrechen, um die beiden eingeladene Gäste der heutigen Konferenz festzunehmen. Erst nach Ankündigung australischer Botschaft, sie im Motel zu besuchen, ließen vietnamesische Polizisten von ihrer Terroraktion, belagern jedoch weiterhin das Motel.

Der ausführliche Bericht in englischer Sprache darüber kann hier nachgelesen werden.

Aber auch nach der Konferenz bekommen manche Teilnehmer Ärger von den Behörden. Menschrechtsaktivistin Phạm Thanh Nghiên, ein Ex-Politisch-Häftling, wurde nach Verlassen der australischen Botschaft von 5 Polizisten aufgefordert, ihnen ins Revier zu folgen, ohne Gründe zu nennen.

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Courti
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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 22:58    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Danke Hoi An für deinen Beitrag. Ich erwartete mir von der Aufnahme Vietnams in den UN-Menschenrechtsrat vor einigen Monaten wenig und hielt das eher für ein schlechtes Zeichen. Andrerseits entsteht dadurch ja auch eine gewisse Bringschuld. Dass nun nach wie vor Teilnehmer von Konferenzen ferngehalten werden, wird hoffentlich auch in diesem Gremium bemerkt und diskutiert.

Über die Situation von Bloggern, wurde neulich mal wieder in einem Artikel von RFA aufmerksam gemacht:
Vietnam Blocks Dissident Facebook Pages Through Fake Abuse Reports
Es wird darin geschildert, wie Bloggern die Plattform entzogen werden kann: Durch massenhaftes melden von angeblichen Verstössen. Dabei ist es unerheblich, ob tatsächlich ein Verstoss vorliegt. Allein die Tatsache, dass es in dieser Häufigkeit geschieht (in dem Artikel ist von 5000 Beschwerden, dann später sogar 200.000 Beschwerden innerhalb von 5 Stunden die Rede) macht die Seite kaputt.

Nicht vergessen sollte man aber auch die direkten Cyberattacken. Zu Beginn dieses Jahres wurde beispielsweise mal wieder berichtet, dass Regimekritiker mit Trojanern ausgespäht und dann eingeschüchtert werden:
Vietnam's 'cyber troops' take fight to US, France.

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csba
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BeitragVerfasst am: 05.08.2014, 12:12    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Das sind natuerlich sehr traurige Nachrichten ueber Vietnam. Man haette sehr gerne beobachtet, dass sich die Politik Vietnams diesbezeuglich weiterentwickelt haette. Aber dem Anschein und auch der Realitaet nach ist sie doch still stehen geblieben.

csba

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Hoi An
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BeitragVerfasst am: 30.10.2014, 16:42    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Zahlenmäßig beträgt die Fläche von Vietnam nur 3,4 % und die Einwohner nur 6,6 % von China. Aber in Sachen Verhaftung von Bloggern liefert dieses Land einen Kopf-an-Kopfrennen mit seinem kommunistischen Nachbar. Laut "Reporter Ohne Grenzen" haben vietnamesische Staatsanwälte 48 Blogger und Menschenrechtsaktivisten in 2012 hinter Gitter gebracht.

Einerseits rechtfertigt sich die Polizei mit wegen "Personalknappheit" für die zunehmende Kriminalität, Morde, Korruptionen, Drogenhandel, andererseits hat sie immer genug Leute, um Blogger und Demokratieaktivisten tags und nachts zu überwachen und verfolgen.
Die Stasi-Agenten wenden dabei Gewalt gegen Blogger und Aktivisten an, und ihre Brutalität kennt keine Grenze. Sie lauern ihrem Opfer auf und greifen immer da an, wenn das Opfer sich gerade nicht wehren kann. So war das mit Bloggerin und Menschenrechtsaktivistin Trần Thị Nga, als sie am 25. Mai dieses Jahres mit ihren beiden Söhnen auf dem Moped in Hanoi unterwegs war und mitten im Verkehr von ihren Verfolger angegriffen wurde. Die 41jährige flüchtete daraufhin in ein Geschäft, doch ihre Verfolger ließen nicht von ihr ab und verfolgten sie weiter bis dahin. Als Ergebnis des brutalen Stasi-Übergriffs war ein gebrochener Arm, ein gebrochenes Bein und Schürwunden am ganzen Körper. Trotz vermummter Gesichter hat Frau Nga ihr Peinigen erkannt, da es sich um dieselben Verfolger handelte.

Am 08.07.2014 ging Frau Nga in Krücken zur Staatsanwaltschaft und erstattete anhand der Videoaufnahme Anzeige gegen ihre Angreifer. Die Staatsanwaltschaft weigerte sich jedoch ihre Anzeige anzunehmen. Beamte Nguyễn Duy Thuần augmentierte seine Ablehnung damit, dass Frau Nga eine Aktivistin für Menschenrechte sei, wofür der Staat sich bereits einsetze. Bürger bräuchten das nicht zu tun, Schläge durch Polizei seien daher "gerechtfertigt" usw. Internationale Prominente schenken Aufmerksamkeit auf die Situation von Frau Nga.

Ähnlich wie Frau Nga sind auch andere Blogger wegen ihrer Aktivitäten ständig der Gewalt der Geheimpolizei ausgesetzt, nicht in seltenen Fällen mit Tötungsabsicht. Das war im Fall vom Menschenrechtsaktivisten Nguyen Bac Truyen. Der Hellman/Hammet-Preisträger wurde am 28. August schwer verletzt, nachdem zwei Stasi-Männer mit ihrem Moped frontal auf den 47jährigen rasteten, als Herr Truyen mit seiner Frau in Saigon zu Fuß vom Bushaltesteller zu ihrer Wohnung ging.

Im März 2014 wurde Blogger Pham Viet Dao, ein früherer KP-Funktionär (Inspekteur für kulturelle Angelegenheit) wegen seiner regierungskrischen Texte auf seinem Blog zu 15 Monate Haft verurteilt. Ebenfalls wegen kritischer Äußerungen auf seinem Blog wurde der ehemalige Journalist Truong Duy Nhat im Juni 2014 zu 2 Jahren Haft verurteilt. Blogger Dieu Cay, der letzte Woche von der Haftzelle direkt zum Noibai-Flughafen gebracht und von dort ins Exil verbannt wurde, konnte ein Brief vom Blogger Truong Duy Nhat herausschmuggeln. Aus dem Gefängnis heraus fordert der 50jährige weiterhin für die freie Meinungsäußerung und Demokratie für Vietnam.

Am 08. September wurde Menschenrechtsaktivist und freier Journalist Truong Minh Duc von einem Duzend Stasi-Männer geschlagen und schwer verletzt, als er mit anderen Aktivisten in einem Taxi zum Stasi-Hauptquartier fuhr, um herauszufinden, weswegen diese Behörde die Reise nach Österreich von Aktivistin untersagt hat. Erst stoppten Stasi-Männer das Taxi mit den Aktivisten mitten im Verkehr, dann zerrten sie Journalist Truong Minh Duc heraus und prügelten brutal auf ihn ein. Zwei Touristen schritten daraufhin ein und hatten noch Schlimmeres verhindert. Vietnamesische Behörden hatten den freien Journalist 2008 wegen "Missbrauch der freiheitlichen demokratischen Rechte" zu 5 Jahren Haft verurteilt.

Die neuste Verhaftung geschah am 05. Mai. 2014 mit Blogger Nguyễn Hữu Vinh, Besitzer des Blogs Basam wegen angeblichem "Missbrauch der freiheitlichen demokratischen Rechte". Blog Basam war sehr beliebt, weil der Leser dort immer sehr viel übers Interna vom Regime erfuhr. Sein Vater Nguyễn Hữu Khiếu war hoher Offizier vom Sicherheitsdienst, Minister und Botschafter in der ehemaligen Sowjet-Union für dieses Regime.

Blogger Nguyễn Hữu Vinh selbst war Major bei der Sicherheitsbehörde A25, bevor er in Hanoi das Detektiv-Büro eröffnete. Die Verhaftung des Anti-China-Aktivisten geschah in der Zeit, wo China illegal seine Bohrinsel im vietnameschen Gewässer aufgestellt hat.

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Hoi An
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BeitragVerfasst am: 03.12.2014, 17:03    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Menschenrechtsaktivisten und Blogger in Vietnam hatten eine arbeitsintensive Woche hinter sich, da manche westliche Politiker und Botschaftsangehörige am Rande der Wirtschaftskonferenz ASEM auch sich über die Menschenrechtssituationen in diesem kommunistischen Land informieren wollten und mit ihnen zu einem Gespräch trafen.

Das erste Treffen fand am 20.11.2014 in Hanoi mit Vertretern der Niederlande Herrn Kees van Baar (Beauftragter für Menschenrechte) und Herrn Nienke Trooster (neuer Botschafter in Vietnam) statt.

Das 2. Treffen war in Saigon mit Vertretern des US-Konsulats, bei dem die Herren Charles Sellers, Garrett Harkins und Frau Betsy Allens, von Blogger/innen Nguyễn Hoàng Vi, Mẹ Nấm und Dương Lâm die Ziele der Kampagne “We Want To Know” vom Netzewerk Vietnamesicher Blogger (NVB) erläutert bekamen.

Das 3. Treffen war mit dem deutschen Vizekanzler Sigmar Gabriel, Herrn Stephan Steinlein (Staatssekretär im Auswärtigen Amt), Frau Brigitte Zypries (Ex-Bundesjustizministerin) und der Bundestagsabgeordneten Frau Tabea Rößner. Das war auch das erste Mal, dass eine solche ranghohe Delegation aus Deutschland sich zu direkten Gesprächen mit den Bürgerrechtlern trifft. Bloggerin Mẹ Nấm, Geschäftsmann Lê Quốc Quyết (Bruder vom Anwalt Lê Quốc Quân), Nguyễn Trí Dũng (Sohn vom Blogger Điếu Cày), Herr Phạm Bá Hải, Bloggerin Huỳnh Thục Vy und ihr Bruder Huỳnh Trọng Hiếu berichteten den Gästen aus Deutschland über die Menschensrechtslage, die Haftbedingung und Repressalien gegenüber Demokratieaktivisten im Gefängnis. Frau Mai Thị Dung ist z.B. sehr schwer krank und bekommt trotzdem keine medizinische Behandlung. Am Ende des Treffens hat der Vize-Kanzler den Menschenrechtsaktivisten eine Empfehlung auf den Weg mitgegeben: "Nutze weiter die sozialen Netzwerke, um Veränderungen in Ihrem Land herbeizuführen, die sie sehen wollen".

Offensichtlich haben vietnamesische Machthaber (mehr) Respekt vor deutschen Politikern als vor manchen anderen, denn normalerweise bekommen irgendwie immer Stasi-Mitarbeiter rechtzeitig von solchen Treffen mit. Die eingeladenen Aktivisten werden von ihnen entweder zuhause festgehalten oder noch auf der Fahrt zum Treffpunkt festgenommen. Das war z.B. bei Bloggerin Me Nam der Fall, wo sie auf Einladung der australischen Botschaft zu einer Konferenz nach Hanoi reisen wollte und auf dem Weg zum Flughafen gekidnappt wurde. Die populäre Aktivistin für Menschenrechte wurde wegen ihrer Aktivitäten vor einigen Jahren schon einmal für mehrere Monate verhaftet, nun droht die Stasi der Zweifachmutter im letzten Verhör erneut wegen kritischer Texte auf ihren Facebook festzunehmen.

Wenig oder gar keinen Respekt hatten vietnamesische Stasi-Mitarbeiter vor dem französischen Konsul in Saigon, als Herr Emmanuel Ly Batallan am 05.11.2014 versuchte, einem französischen Staatsbürger Hilfe zu leisten, dessen Hauseingang tagelang von Stasi-Mitarbeitern versperrt war, weil in seinem Haus der Menschenrechtsaktivist Le Bac Truyen zur Miete wohnte, und trotz seiner Notrufe die Behörden nichts dagegen unternommen hatten. Als Herr Emmanuel Ly Batallan erschien und sich als Diplomat des französischen Konsulats vorstellte, sagten die Stasi-Männer, selbst wenn der französische Präsident jetzt persönlich käme, würden sie ihn auch verhaften, geschweige denn ein Konsul. Der französische Konsul fühlte sich jetzt selbst auch bedroht und verständigte einen zuständigen vietnamesischen Beamten vom Außenministerium. Erst dann ließen die Stasi-Mitarbeiter ihn gehen.

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deloubresse
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BeitragVerfasst am: 03.12.2014, 20:42    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Nur eine Information ohne Kommentar . Ich lache mich kaputt

http://www.gotivi.com/2014/10/ieu-cay-tu-choi-cam-co-vnch.html?m=1

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mattham
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BeitragVerfasst am: 04.12.2014, 08:39    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« deloubresse » hat folgendes geschrieben:
Nur eine Information ohne Kommentar . Ich lache mich kaputt

http://www.gotivi.com/2014/10/ieu-cay-tu-choi-cam-co-vnch.html?m=1


Hallo Tuấn

Was macht das Wetter am Niederrhein ?

Zur Info:

Das Video zeigt den Empfang des Bloggers Điếu Cày in Los Angeles.

Auf dem Video ist in der 54. Sekunde zu sehen wie der Blogger Điếu Cày die Flagge des ehemaligen Süd VN´s wegdrückt, da ihm jemand sie absichtlich vor die Hand gehalten hat.

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Courti
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BeitragVerfasst am: 04.12.2014, 17:42    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« mattham » hat folgendes geschrieben:
Zur Info:

Das Video zeigt den Empfang des Bloggers Điếu Cày in Los Angeles.

Auf dem Video ist in der 54. Sekunde zu sehen wie der Blogger Điếu Cày die Flagge des ehemaligen Süd VN´s wegdrückt, da ihm jemand sie absichtlich vor die Hand gehalten hat.

Dieu Cay wurde vor kurzem von der Deutschen Welle interviewt:
The high price of freedom in Vietnam

In diesem Rahmen wurde er auch zu den Südvietnamesischen Flaggen am Flughafen angesprochen, mit denen er empfangen wurde:
Zitat:
When you reached the US, you were greeted by people who were waving the South Vietnamese flag. There has been no South Vietnam for the past 40 years - the country was based on a market economy, but it was not a democratic state. What would you say about the welcome you received?

I was born in North Vietnam and I also grew up there. I have never lived in South Vietnam and that is why I do not want to comment on whether South Vietnam was a democracy or a state based upon rule of law. But when I went there in 1971, I saw some differences from the regime in the north.

There was freedom. Private newspapers were allowed to be published. South Vietnam had a more dynamic and prosperous economy. Citizens could trade freely. People could strike and express their opinion. Everything was different from what we had learned and heard in the North. What kind of a constitutional state was North Vietnam at the time? How can the North speak about rights and laws? Even today in Vietnam, only the law of the communist party is valid.

At the airport in Los Angeles, I was warmly welcomed the way I would have been by a family welcoming a member returning after a long time. For me, it doesn't matter which flags my countrymen welcome me with.

What matters, is that they received me warmly. The flag is a symbol. In a democratic society, I need to respect the thoughts and symbols of other human beings.

("Als Sie in den US ankamen, wurden sie von Menschen empfangen, die mit der südvietnamesischen Flagge wedelten. Es gibt seit den letzten 40 Jahren kein Südvietnam mehr - das Land hatte eine Marktwirtschaft zur Grundlage, aber es war kein demokratischer Staat. Was sagen sie dazu, wie sie empfangen wurden?
Ich wurde in Nordvietnam geboren und ich bin dort aufgewachsen. Ich habe nie in Südvietnam gelebt und deshalb will ich nicht kommentieren, ob Südvietnam eine Demokratie oder ein Rechtsstaat war. Aber als ich 1971 dorthin ging, erkannte ich einige Unterschiede zum Regime im Norden.
Es gab Freiheit. Private Zeitungen durften legal publiziert werden. Südvietnam hatte eine dynamischere und florierende Wirtschaft. Bürger konnten frei handeln. Menschen konnten protestieren und ihre Meinung äussern. Alles war anders als wir es im Norden hörten und kannten. Was für eine Art von Rechtsstaat war Nordvietnam zu dieser Zeit? Wie kann der Norden über Rechte und Gesetze sprechen? Selbst heute in Vietnam ist nur das Gesetz der kommunistischen Partei gültig.
Am Flughafen in Los Angeles wurde ich herzlich empfangen, ähnlich wie bei einer Willkommensfeier für ein Familienmitglied, das nach langer Zeit zurückkehrt. Für mich ist es egal, mit welchen Flaggen meine Landsmänner mich willkommen heissen.
Entscheidend ist, dass sie mich herzlich aufnehmen. Die Flagge ist ein Symbol. In einer demokratischen Gesellschaft muss ich die Gedanken und Symbole anderer Menschen respektieren.")

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BeitragVerfasst am: 04.12.2014, 18:12    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Courti » hat folgendes geschrieben:
.
Am Flughafen in Los Angeles wurde ich herzlich empfangen, ähnlich wie bei einer Willkommensfeier für ein Familienmitglied, das nach langer Zeit zurückkehrt. Für mich ist es egal, mit welchen Flaggen meine Landsmänner mich willkommen heissen.
Entscheidend ist, dass sie mich herzlich aufnehmen. Die Flagge ist ein Symbol. In einer demokratischen Gesellschaft muss ich die Gedanken und Symbole anderer Menschen respektieren.")



Ich glaube, das ist eine entscheidende Aussage seitens Dieu Cay. Man braucht sich auch deshalb nicht von irgendjemand in eine Ecke draengen lassen.

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deloubresse
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BeitragVerfasst am: 04.12.2014, 21:18    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Courti » hat folgendes geschrieben:

"In einer demokratischen Gesellschaft muss ich die Gedanken und Symbole anderer Menschen respektieren."


Ja . ich denke an Ferguson und neulich NewYork . Ich lache mich schon wieder kaputt.

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BeitragVerfasst am: 05.12.2014, 16:08    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Am Dienstag ist wieder ein in Phönix/Arizona erschossen wird . So viele Freiheit und Demokratie hat man wirklich dort.

"In einer demokratischen Gesellschaft muss ich die Gedanken und Symbole anderer Menschen respektieren."

Aber der Mensch ist kein Kaninchen Auf den Arm nehmen

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/phoenix-polizist-erschiesst-unbewaffneten-schwarzen-a-1006738.html

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